Die Wettbüros haben ihre Favoriten bereits gesetzt. Wer jedoch nicht auf Joe Burrow oder Chase Young setzen will und etwas zocken will, ist hier genau richtig. Denn neben dem Talent sind es vor allem die äußeren Umstände, die einem Spieler den Einstieg bei den Profis erleichtern. Allen NFL Fans biete ich die Gelegenheit, mehr, über einige ganz heiße Kandidaten um den Rookie of the Year Award, zu erfahren. Wer wird sich also zügig in seinem neuen Team etablieren und der Saison mit seiner Leistung den Stempel aufdrücken?

CeeDee Lamb, Dallas Cowboys / Wide Receiver

Die Dallas Cowboys werden die Bälle auf ihr äußerst talentiertes Receiving Corps breit verteilen. Damit nehmen Amari Cooper und Michael Gallup, Lamb schon eine Menge Produktion ab. Dennoch wird sogar diskutiert, ob die Cowboys drei 1.000-Yards-Receiver in einer Saison hervorbringen können. 

CeeDee Lamb erhielt die Rückennummer 88. Diese hat Strahlkraft im Team und wurde nicht ohne Grund an ihn verliehen. Der wichtigste Passempfänger von Mayfield, Murray und Hurts am College ist in den Augen der Jones-Familie ein zukünftiger Star ihres Franchises. Daher ist vielen daran gelegen, den Rookie in ein besonders helles Licht zu rücken.

Ein Rookie des Jahres musste in der Vergangenheit nicht bemerkenswerte Statistiken produzieren. Er musste herausstechen. Lamb ist ein besonderer Wide Receiver, der am College durch athletische Einlagen immer für besondere Höhepunkte sorgen konnte. Über 60 Receptions sind im Bereich des machbaren. Gespickt mit beeindruckenden Highlights ist die Krönung zum Rookie des Jahres plausibel zu begründen. 

Patrick Queen, Baltimore Ravens / Linebacker

Zugegeben, Queen wird von vielen Insidern als Sleeper im Rennen um den Rookie of the Year Award gehandelt. Der explosive und athletische Linebacker gehörte zu den besten Raumverteidigern am College. Gerade enge Duelle mit exzellenten Angriffsreihen, wie Alabama, Auburn und Oklahoma brachten seine besten Leistungen zum Vorschein.

Vor allem ist es die Situation in die er gedraftet wurde, die ihn zu einem heißen Anwärter macht. Schon seit Ewigkeiten besitzen talentierte Linebacker in Baltimore ein besonderes Ansehen. Patrick Queen will sich in die Galerie um Ray Lewis, Daryl Smith und C.J. Mosley einreihen.

Dazu findet der elitäre College-Linebacker beste Voraussetzungen vor. Die Ravens stellen eine der besten Defenses in der NFL. Nur war die Position im Zentrum im letzten Jahr schwach besetzt. Das bedeutet, Queen erhält wahrscheinlich sofort den Starting Job als Middle Linebacker und eine Menge Snaps. Einhundert Total Tackles sind drin. Zusätzlich strahlt er Gefahr bei designten Blitzes aus. Sowohl das Videomaterial als produktive Statistiken dürften ihn ins Gespräch bringen.

Clyde Edwards-Helaire, Kansas City Chiefs, Runningback

Bereits unmittelbar nach dem Draft attestierten viele Analysten Clyde Edwards-Helaire, perfekt ins Schema der Kansas City Chiefs zu passen. Nun setzt Damien Williams die Saison aus und der Rolle als “Bell-Cow” im Backfield steht nichts mehr im Wege. Mit dem Abgang von LeSean McCoy und Spencer Ware liegen 229 Laufversuche aus dem letzten Jahr zur Abholung für ihn bereit. 

Jetzt ist es an CEH, die schwierige Aufgabe der Hauptlast in seiner Rookie-Saison auszufüllen. Erzielt er, dank dieser exzellenten Gelegenheit, an die 1.000 Rushing Yards und präsentiert zusätzlich seine Qualitäten als Passempfänger, dürfte er eine ähnlich furiose Saison hinlegen, wie zuletzt Saquon Barkley und Todd Gurley in ihrem ersten Jahr. Letztendlich erhielten beide dafür den Rookie of the Year Award.

Ross Blacklock, Houston Texans, Defensive End

Blacklock wird nicht sofort in die Rolle von J.J. Watt schlüpfen. Auch der elitäre Veteran musste sich zunächst seine Sporen bei den Texans verdienen. Der junge und explosive Defensive End wird neben Watt auflaufen und kann mit unterschiedlichen Pass Rush Moves von dessen Präsenz profitieren. Dazu war sein Vorgänger Angelo Blackson leider nicht in der Lage und muss um den Roster Cut bangen, was Blacklock weitere Snaps ermöglichen dürfte.

Seine Chancen auf den Rookie of the Year Award sind gering, aber nennenswert. Als reiner Gap Shooter kann er im Eins-gegen-Eins häufig zum Quarterback durchschießen. Sammelt Ross Blacklock erste Erfahrungen, könnte man ihn in der zweiten Saisonhälfte bereits mit weiteren Aufgaben betrauen. Er kann von J.J. Watt als Mentor und Playmaker auf dem Feld nur profitieren.