Quarterback-Gerüchte und neuestes Top 40 Big Board

Natürlich geht es beim NFL Combine vorrangig um die Prospects des nächsten Drafts. Aber wie oft bekommen Journalisten schon die Gelegenheit, zusammen mit allen Entscheidungsträgern, General Managern und Scouts mehrere Tage an einem Ort zu verbringen? Und dort wurde über viel mehr als nur dem Combine gesprochen. So ist die Quarterback-Position schon lang nicht mehr so namhaft auf dem freien Markt vertreten gewesen. Dazu gibt es im Draft und der Free Agency viele große Talente.

Daher gab es, wie in jedem Jahr, eine Menge “Flurfunk” am Wochenende. Viele neue Informationen erhielten die Insider. Selbstverständlich verbreiten Teams dabei auch absichtlich Falschaussagen, um Konkurrenten auf die falsche Fährte zu locken. Was also wahr oder falsch ist, überlasse ich ganz Deiner eigenen Phantasie.

Bevor ich Dir jedoch die heißesten Gerüchte rund um den Draft und die kommende Free Agency präsentiere, gibt es noch mein neuestes Big Board.

Top 40 Big Board

  1. Chase Young / Edge, Ohio State
  2. Jeff Okudah / Cornerback, Ohio State
  3. Jedrick Wills / Offensive Tackle, Alabama
  4. Derrick Brown / Defensive Line, Auburn
  5. Joe Burrow / Quarterback, LSU
  6. Trevon Diggs / Cornerback, Alabama
  7. Isaiah Simmons / Linebacker, Clemson
  8. Javon Kinlaw / Defensive Line, South Carolina
  9. D’Andre Swift / Runningback, Georgia
  10. Tua Tagovailoa / Quarterback, Alabama
  11. Noah Igbinoghene / Cornerback, Auburn
  12. Jerry Jeudy / Wide Receiver, Alabama
  13. CeeDee Lamb / Wide Receiver, Oklahoma
  14. Xavier McKinney / Safety, Alabama
  15. K’Lavon Chaisson / Edge, LSU
  16. Tee Higgins / Wide Receiver, Clemson
  17. Tristan Wirfs / Offensive Tackle, Iowa
  18. Ross Blacklock / Defensive Line, TCU
  19. J.K. Dobbins / Runningback, Ohio State
  20. Kristian Fulton / Cornerback, LSU
  21. Damon Arnette / Cornerback, Ohio State
  22. Grant Delpit / Safety, LSU
  23. Laviska Shenault / Wide Receiver, Colorado
  24. Neville Gallimore / Defensive Line, Oklahoma
  25. Cam Akers / Runningback, Florida State
  26. Mekhi Becton / Offensive Tackle, Louisville
  27. Julian Okwara / Edge, Notre Dame
  28. Andrew Thomas / Offensive Tackle, Georgia
  29. Brandon Aiyuk / Wide Receiver, Arizona State
  30. C.J. Henderson / Cornerback, Florida
  31. Jonathan Taylor / Runningback, Wisconsin
  32. Patrick Queen / Linebacker, LSU
  33. Cesar Ruiz / Innere Offensive Line, Michigan
  34. Jalen Reagor / Wide Receiver, TCU
  35. Yetur Gross-Matos / Edge, Penn State
  36. Donovan Peoples-Jones / Wide Receiver, Michigan
  37. Cole Kmet / Tight End, Notre Dame
  38. Jeff Gladney / Cornerback, TCU
  39. Tyler Biadasz / Innere Offensive Line, Wisconsin
  40. Justin Herbert / Quarterback, Oregon

Chargers wollen Hunter Henry langfristig binden

In Los Angeles scheint man ein gutes Gefühl zu haben, seinen Tight End Hunter Henry langfristig an sich binden zu können. Laut Tony Pauline wird man voraussichtlich den Transition Tag auf ihn setzen, um nach Angeboten der Konkurrenz einen langfristigen Deal aushandeln zu können.

Zuletzt erlebten wir einen ähnlichen Zug von den Chicago Bears bei der Vertragsverlängerung von Cornerback Kyle Fuller. Aufgrund vieler Verletzungen wollte man vor der Saison im Sommer nicht verhandeln. Nach der Saison vergaben sie den Transition Tag und überboten das Angebot der Green Bay Packers.

Trade für neuen Quarterback eine Option für die Bears

Von Wegen Ryan Pace stellt sich hinter Mitch Trubisky. Momentan bleibt ihm einfach nichts anderes übrig, weil es keine Alternativen auf dem Roster gibt. Jedoch weigert sich der General Manager die Fünf-Jahres-Option vor dem Draft zu ziehen. Nun verdichten sich Gerüchte um einen möglichen Trade.

Laut Benjamin Albright wollen sie Derek Carr von den Raiders loseisen. Jedoch wird dieser Trade nur möglich, wenn man in Las Vegas Tom Brady als neuen Quarterback begrüßen kann. Plan B wäre in dem anzunehmenden Fall, dass Brady woanders unterschreibt, Andy Dalton.

Gleich mehrere Teams bekunden Interesse an Marcus Mariota

Unterschiedliche Quellen berichten, dass Tom Brady nicht der einzige Quarterback in der Free Agency sein wird, der von vielen Teams umworben wird. So sollen die New England Patriots Interesse haben. Weitere Teams mit offenem Rennen auf der Position ihres Spielmachers haben ihn im Auge. Auch bei den Indianapolis Colts steht Mariota relativ weit oben auf der Liste.

Joe Burrow hat sich mit den Bengals gut unterhalten

In vielen Mock Drafts bereits prognostiziert, berichtete Joe Burrow beim Combine von einem sehr positiven Gespräch mit den Cincinnati Bengals. Man habe sich bereits tiefgründiger über langfristige Pläne unterhalten. Die Frage, wer in Ohio im nächsten Jahr der Starting Quarterback sein wird, scheint also beantwortet. Daher bleibt nur noch offen, wer Burrow als Mentor und Backup unterstützen soll. Kehrt etwa Josh McCown nochmals aus dem Ruhestand zurück?

Verschiedene Meinungen zur Zukunft von Tom Brady

Niemand kann zu diesem Zeitpunkt sagen, wohin die Reise von Tom Brady gehen wird. Er selbst hat sich diese Frage wahrscheinlich noch nicht einmal beantwortet.

Die New England Patriots sind gewillt, ihm einen hochdotierten Vertrag anzubieten. Jedoch scheint Brady daran gar kein Interesse zu haben. Stattdessen ranken sich viele Gerüchte um seine zukünftige Arbeitsstelle.

Ob es am Ende Indianapolis, Las Vegas, Los Angeles oder Tennessee wird, hängt wahrscheinlich vom Erfolg der individuellen Gespräche mit ihm ab. Sicher will Brady noch einen Angriff auf die Super Bowl Trophäe wagen und dies am besten mit einem neuen Team. Daher wird er sich am Ende wohl an die Franchise binden, die ihm den besten Plan für die nächsten zwei Jahre vorstellt.

Die Redskins versuchen Philip Rivers in die Hauptstadt zu holen

Viele Teams wollen Tom Brady. Beobachter erwarten nach seiner Entscheidung einen Domino-Effekt. Zum Beispiel haben die Indianapolis Colts Philip Rivers fest im Blick. Können sie jedoch den sechsfachen Super Bowl Champion nach Indiana lotsen, wird Rivers sich nach einem anderen Bewerber umsehen müssen.

Beim Combine kam immer wieder das Gerücht auf, dass die Washington Redskins nicht so überzeugt von Dwayne Haskins sind, wie es im letzten Jahr der Fall gewesen ist. Dies könnte mit dem neuen Cheftrainer in der Hauptstadt zusammenhängen. Angeblich möchte man einen Veteran als neuen Starter verpflichten und man habe dafür Philip Rivers ins Auge gefasst. Haskins könne dann auf der Bank in Ruhe das Playbook adaptieren und seine Techniken automatisieren. 

Ezra Cleveland wird überraschend in der ersten Runde gedraftet

Vieles wirkt bereits seit Wochen in Stein gemeißelt und gilt als unumstößlich, wenn es um den kommenden Draft geht. Auch wenn ich immer wieder mahne, sind vor allem die Draft Nerds nicht ganz unschuldig an diesem Trugschluss vieler Fans.

Der Offensive Tackle von der Boise State University ist einer der großen Gewinner des letzten Wochenendes. Ezra Cleveland hatte zahlreiche Gespräche mit Entscheidungsträgern der Teams und erhielt dabei ein sehr positives Feedback. Dazu haben seine athletischen Tests auch letzten Zweiflern die Augen geöffnet. Im Draft sollte man nicht darauf hoffen, dass man zu Beginn des zweiten Tages den talentierten Tackle noch bekommen kann. Er könnte sich sogar in die Phalanx der großen vier Namen Mekhi Becton, Andrew Thomas, Jedrick Wills und Tristan Wirfs geschoben haben. Persönlich sehe ich in dort allerdings nicht.

Dallas will Dak Prescott für ein Jahr mit Franchise Tag halten

In Texas steckt man nun in einem Dilemma. Vor der Saison verlängerten sie den Vertrag mit Runningback Ezekiel Elliott. Nun finden sie mit Dak Prescott keine Einigung. Der hat nach einer überzeugenden Saison die Argumente auf seiner Seite und will in Zukunft ganz groß verdienen. Dallas kommt ihm hier zwar entgegen, jedoch weiß Prescott, dass er auf dem freien Markt momentan ein höheres Gehalt bekommen würde, als sie ihm anbieten.

So wettet er allem Anschein nach erneut auf sich selbst und wird in der kommenden Saison unter dem Franchise Tag spielen, statt einen sicheren langfristigen Vertrag anzunehmen. Ich wünsche ihm, dass sein riskanter Plan aufgeht.

Die neuesten News zum NFL Draft

Der Senior Bowl wird ab der nächsten Saison nicht mehr im Ladd-Peebles-Stadium ausgetragen. Nachdem man bereits bei schlechtem Wetter dahin ausgewichen ist, wird man nun die Woche fest auf dem Campus der South Alabama verbringen. Im neuen Stadion findet dann auch das Spiel statt.

Nach dem Combine ist vor den Pro Days. Die letzte Gelegenheit sich allen Scouts und NFL Teams vor dem Draft zu präsentieren, bieten die Pro Days am ehemaligen College. Am 24. März hat die University of Alabama eingeladen. Dort wird Tua Tagovailoa erstmalig seit seiner Hüftverletzung wieder eine Football-Einheit vor den Augen der Öffentlichkeit abhalten. Alle weiteren Termine findest Du hier:

Philipp Forstner
Autor: Philipp Forstner
Philipp Forstner ist ehemaliger O-Liner der Bielefeld Bulldogs und sammelte erste Erfahrungen als Autor bei dem Blog "Beardown Germany". Er ist Chefredakteur für SCOUTREPORT - Das American Football Magazin und beobachtet als Scout die zukünftigen und aktuellen Spieler der NFL.