Bei SCOUTREPORT – Das American Football Magazin erscheint jeden Mittwoch die NFLinfo als Artikel. Hier schreiben Fans, um euch über die Geschehnisse bei ihren Lieblingsteams zu informieren. In der heutigen Ausgabe zur NFC geht es unter anderem um die Fans der Panthers, die auf P.J. Walker hoffen.

NFC East

Dallas Cowboys

Um die in der letzten Saison etwas unproduktive Defensive Line um Defensive End DeMarcus Lawrence und Neuzugang Defensive Tackle Gerald McCoy weiter zu verstärken, hat man sich mit McCoys ehemaligen Teamkollegen Dontari Poe geeinigt. Mit der Verpflichtung des 29-jährigen Defensive Tackles erfüllte man den Wunsch des Head Coaches Mike McCarthy nach einer physisch stärkeren Defensive Line.

Auch die zuletzt stockenden Verhandlungen über einen langjährigen Vertrag mit Quarterback Dak Prescott, die in der Verwendung des Franchise Tags für Prescott mündeten, wurden wohl wieder aufgenommen. Größter Streitpunkt soll hierbei nicht das Gehalt sein, das wohl bis zum neuen Vertrag von Chiefs Quarterback Patrick Mahomes beispiellos sein könnte, sondern es soll sich eher um die Dauer des neuen Vertrages gestritten werden. So möchte Prescott wohl einen etwas kürzeren Deal, während die Cowboys wohl auf einen langfristigen Deal pochen.

Etwas überraschend war die Verpflichtung des Kickers Greg Zuerlein von den LA Rams drei Tage nach der Vertragsverlängerung mit Kai Forbath. Nachdem der 32-jährige Forbath von den Patriots nach nur einem Spiel wieder entlassen wurde, ersetzte er den von den Cowboys entlassenen Brett Maher als Kicker. In den drei Spielen, die er für die Cowboys absolvierte verzeichnete Forbath eine Quote von 100%. Im Zweikampf um die Position des Kickers, hat wohl der ebenfalls 32-jährige Zuerlein, auch bekannt als „Greg the Leg“, dadurch einen Vorsprung, dass er schon einige Jahre mit dem neuen Special Teams Coordinator John Fassel bei den Rams zusammenarbeitete.

New York Giants

Bis auf zwei Neuverpflichtungen war diese Woche nicht viel los. Die Erste war Defensive Tackle Austin Johnson (ehemals Titans) und die Zweite war Tight End Eric Tomlinson (ehemals Raiders, Patriots). Beide werden eher Rotationsrollen ausfüllen.

Philadelphia Eagles

Nach Darius Slay haben die Eagles einen weiteren Cornerback unter Vertrag genommen, der 28-jährige Nickell Robey-Coleman erhielt einen Ein-Jahres-Vertrag. Er spielte zuletzt für die Rams und dürfte vor allem für den Slot zuständig werden. Im Gegenzug gilt Rasul Douglas nun als Tradekandidat, zumal er in den vergangenen 3 Jahren wenig zu überzeugen wusste.

Eine Verlängerung gab es beim wichtigsten Passempfänger, Tight End Zach Ertz. Bei ihm wurde die Option für die Saison 2021 vorzeitig gezogen und auf Grund der Vertragsmodalitäten erhalten die Eagles rund 5 Millionen zusätzlichem Cap Space für die aktuellen Planungen.

Bei einer der dominierenden Eagles-Diskussionen dieser Off Season kristallisiert sich mittlerweile ein Ergebnis heraus. Viel wurde darüber gesprochen, wie man das Niveau seiner Wide Receiver anheben möchte – Free Agency und/oder Draft? Die Free Agency wird es nicht, denn mit Breshad Perriman unterschrieb nun einer der letzten Kandidaten bei einem anderen Team. Die Vermutung, dass sich die Eagles in der weit überdurchschnittlichen Receiver Draftklasse bedienen, wird also immer wahrscheinlicher.

Washington Redskins

Die bekannteste Verpflichtung in der letzten Woche dürfte CB Ronald Darby sein. Der 26-jährige kommt aus Philadelphia, wo er den Super Bowl gewann, aber leider auch mit einigen Verletzungen zu kämpfen hatte. Er unterschreibt für ein Jahr und bildet, wenn gesund, mit Fuller ein CB-Duo mit reichlich Potenzial. Mit RB Peyton Barber (Buccaneer, zwei Jahre, drei Mio), TEs Richard Rodgers Jr. (Eagles, ein Jahr, eine Mio) und TE Logan Thomas (Detroit, zwei Jahre, etwa 7 Mio), sowie WR Cody Latimer (Giants, ein Jahr) holte sich Washington Tiefe für die Skillpositions.

Besonders auf RB scheint das in Anbetracht von All-Day Petersons Alter (35) und der Verletzungsgeschichte von Derrius Guice nicht verkehrt, auch wenn ich persönlich kein Freund von Veteran-Signings auf der Position bin. Latimer, Zweitrundenpick der Broncos von 2014, geht in sein siebtes Jahr und soll vermutlich eine sehr junges Wide Receiver Gruppe (keiner spielt seit mehr als 3 Jahren NFL) mit Erfahrung und als Special Teamer bereichern.

Die beiden Tight Ends sind in einer eher schwachen Positionsgruppe der Grundstein für ein Scheme, in dem OC Scott Turner in der Vergangenheit oft mit zwei Tes gespielt hat. Thomas kam als QB aus dem College, bevorzugt aber seine jetzige Position und gilt als athletisch. Rodgers Jr. dürfte vom „MoTown Miracle“ (Hail Mary Catch für die Packers) geläufig sein. In Green Bay hatte er auch seine beste Zeit. Die zwei Jahre bei den Eagles waren eher von Verletzungen geprägt.

NFC North

Chicago Bears

Insgesamt sieben Free Agents haben ihre Verträge nun offiziell bei den Chicago Bears unterschrieben. Dazu gehören: Tight End Jimmy Graham (33), kommend von den Green Bay Packers. Cornerback Artie Burns (24) von den Pittsburgh Steelers und Safety Jordan Lucas (26), ehemals Kansas City Chiefs. Zudem wurden vier Verträge mit den Bears eigenen Free Agents geschlossen. Diese sind, Quarterback Tyler Bray (28), Defensive End Brent Urban (28), Safety Deon Bush (26) und Long-Snapper Patrick Scales (32). Jimmy Graham bekam dabei einen zwei Jahresvertrag, die anderen sechs jeweils Jahresverträge.

Der ehemalige Super Bowl Sieger und Pro Bowler aus den Jahren 2016 und 2017 Guard Kelechi Osemele (30) ist im Gespräch bei den Chicago Bears. Der Free Agent könnte als Right Guard eingesetzt werden und somit Kyle Long (31), der nach der letzten Saison seine Karriere beendet hat, beerben. Was gegen eine Osemele Verpflichtung spricht, ist die Tatsache, dass er sich letzten Saison an der Schulter verletzt hat und operiert werden musste. Auf Grund dieser Verletzung wurde er dann Mitte der letzten Saison von den New York Jets entlassen

Detroit Lions

Die Lions bleiben weiterhin sehr aktiv in dieser Offseason. Zunächst wurde der Vertrag mit S/LB Miles Killebrew verlängert. Der Lions Viertrunden-Pick aus 2016 durfte sich hauptsächlich in den Special Teams beweisen und wird nächstes Jahr um einen Platz im Kader kämpfen.

OL Oday Aboushi hat seinen Vertrag um ein Jahr verlängert. Nach dem Abgang von Graham Glasgow ist der Starting-Job auf der RG-Position neu zu vergeben, weitere Neuzugänge sind aufgrund der aktuellen Personaldecke wahrscheinlich.

Die Lions haben mit Geremy Davis (Zuvor Los Angeles Chargers) und Geronimo Allison (Zuvor Green Bay Packers) zwei neue Wide Receiver für jeweils ein Jahr unter Vertrag genommen. Diese dürften hinter den gesetzten Golladay, Jones und Amendola mit den anderen bereits im Kader stehenden Receivern um die verbliebenen Kaderplätze streiten.

Eine weitere Gruppe erhält Unterstützung von zwei Spielern. Reggie Ragland (Kansas City Chiefs) und Elijah Lee (San Francisco 49ers) kommen zur Unterstützung der jungen Linebacker. Lee dürfte zudem vermehrt in den Special Teams zum Einsatz kommen.

Der bei den Fans beliebte und zuverlässige Punter Sam Martin wird nicht mehr für die Lions auflaufen. Er schnürt künftig seine Schuhe für die Denver Broncos.

Green Bay Packers

ILB Blake Martinez, der zu den Giants gewechselt ist und kaum in New York angekommen schon gegen seine alte Franchise nachtritt, indem er seine Rolle in der Defense der Packers beklagt, gibt es wenig Neues zu vermelden.

WR Geronimo Allison, der dieses Jahr Free Agent wurde, wechselt zum Divisionsrivalen nach Detroit. Devin Funchess, der neue WR, bekommt laut den neuen Zahlen für seinen Ein-Jahres-Vertrag $2.5 Mio, was nicht besonders viel ist, kann sich aber $3.75 Mio an Belohnungen für gute Leistungen dazu verdienen.

Minnesota Vikings

Wie bei den meisten anderen Teams, stand auch bei den Vikings die vergangene Woche ganz im Zeichen der Schaffung von Kadertiefe. Mit Wide Receiver Tajae Sharpe und Defensive End Anthony Zettel wurden die Neuzugänge zwei und drei präsentiert.

Sharpe startete seine Karriere 2016 passenderweise mit einem Spiel gegen die Minnesota Vikings, in welchem er sieben Pässe für 76 Yards fing. Nach einer vielversprechenden Rookie-Saison wurde er durch Verletzungen zurückgeworfen und konnte nicht mehr an zuvor gezeigte Leistungen anknüpfen. Dennoch gilt er als zuverlässiger Big Slot Receiver und könnte mit Olabisi Johnson um den dritten Platz bei den Receivern hinter Adam Thielen und einem wahrscheinlich hoch gepickten Rookie kämpfen.

Anthony Zettel hatte seinen Karrierehöhepunkt im Jahr 2017, als er durch viele Verletzungen seiner Teamkollegen zeitweise zum Starter wurde. In dieser Zeit gelangen ihm 6.5 Sacks. Ansonsten verbrachte Zettel seine Karriere als Back-Up mit nur wenigen Einsatzzeiten. Auch für die Vikings wird er wohl nur eine untergeordnete Rolle in der Rotation der Defensive Line spielen, falls er überhaupt den Sprung in den finalen Kader schafft.

Neben den zwei Neuzugängen gaben die Vikings auch vier Vertragsverlängerungen für eigene Ersatzspieler bekannt. Guard Dakota Dozier, Center Brett Jones, Offense Tackle Rashod Hill und Running Back Ameer Abdullah wurden alle für die kommende Saison zum Veteran Minimum gebunden.

NFC South

Atlanta Falcons

17 Jahre ist es jetzt her, dass die Atlanta Falcons das letzte Mal die Farben ihrer Uniform gewechselt haben. Damals beherrschte die Farbe Schwarz die Hauptauswahl. Vor dem Draft wird das Geheimnis einer neuen Uniform gelüftet. Als eines der letzten Team in diesem Jahr präsentieren dann die Falcons ihre „zweite Haut“! Das Logo wird wohl nur marginale Veränderungen bekommen.

In einem Interview verrät Arthur Blank seine Einschätzung zum neuen Design:

„Ich denke, dass dieser Look, den die Fans fühlen, erleben und sehen und hoffentlich auch tragen werden, eher zu einem zeitgemäßen Look und Gefühl passt, das unsere Fans suchen – ein bisschen mehr Flair.“

Ein Wiedersehen wurde mit  LB LaRoy Reynolds gefeiert. Nach Stationen bei den Eagles und den Bengals kehrt er zurück zu den Falcons und verstärkt die Defense. Des Weiteren wurden Tight End Khari Lee und LB Edmond Robinson aus der XFL zu jeweils Einjahres-Verträgen verpflichtet.

Carolina Panthers

Die Carolina Panthers bekennen sich zu ihrem neuen Starter auf der Position des Quarterbacks. Teddy Bridgewater bekommt einen 3-Jahresvertrag. Es scheint so, als habe der neue Headcoach Rhule eine klare Vorstellung seiner zukünftigen Offense zu haben. Neben DJ Moore und Curtis Sanuel bekommt Bridgewater zusätzlich Robby Anderson als Anspielstation in der neuen Saison.

Anderson, der seinen Marktwert in der Free Agency testen wollte, unterzeichnet einen 20 Millionen Dollar Vertrag und bindet sich für zwei Jahre an die Franchise aus Charlotte.  Er stellt eine durchaus gefährliche Offensivwaffe dar. Er überzeugt vor allem durch seine Arhletik und Geschwindigkeit und soll dem Passspiel der Panthers wohl mehr Tiefe verleihen.  Anderson spielte bereits am College in Temple unter seinem neuen alten Head Coach.

Ebenfalls unterzeichnete XFL Durchstarter P.J. Walker einen Vertrag bei den Panthers. Der Quarterback spielte ebenfalls in Temple und stellte in der abgelaufenen XFL Saison seine durchaus beachtenswerte Stärken unter Beweis. Walker überzeugt hierbei vor allem durch seinen extrem starken Arm und seine physische Explosivität als Playmaker. In den Fankreisen der Panthers träumt manch einer diese Tage wohl schon von einem zukünftigen Franchise Quarterback mit den Qualitäten eines Pat Mahomes.

Derweil möchte Bridgewater aber seine Chance ergreifen und das erste Mal seit seiner Horrorverletzung beweisen, dass er eine Franchise führen kann.

New Orleans Saints

Nach dem Abgang Teddy Bridgewaters zu den Panthers stellt sich bei den Saints weiter die Frage nach der neuen Nummer Zwei hinter Quarterback Drew Brees. Zuletzt wurde darüber spekuliert, dass Cam Newton den umgekehrten Weg zu den Saints gehen könnte, er wäre mit seiner Erfahrung sicher ein Gewinn. Andererseits dürfte Newton als Backup sehr viel Geld verlangen und bringt zudem diverse Fragen hinsichtlich seiner Schulterverletzung mit. Ein anderer genannter Name ist Jordan Love. Der Utah State Quarterback ist aber auch bei anderen Teams im Gespräch, welche kurzfristig eine Lösung auf dieser Position suchen.

Auf Grund der aktuellen Corona-Einschränkungen führen die Saints ihre Interviews mit den Draft-Prospects online durch, dabei gab es unter Anderem ausführliche Gespräche mit den Linebackern Davion Taylor (Colorado) und Evan Weaver (California).

Das Wichtigste aber zum Schluss: Head Coach Sean Payton, der vor einigen Tagen positiv auf den Corona-Virus getestet wurde und daher in häuslicher Quarantäne war, hat den Virus überstanden und wurde von den Ärzten gesundgeschrieben.

Tampa Bay Buccaneers

Die Buccaneers haben Ndamukong Suh mit einem neuen Einjahresvertrag ausgestattet. Die Summe liegt bei ca. $8 Mio. kann aber auf bis zu $10 Mio. ansteigen. Damit wurde ein wichtiger Baustein der Defense im Team gehalten und man kann sich im Draft um den Right Tackle Spot kümmern.

Des Weiteren hat Bruce Arians verlauten lassen gerne noch einen Safety und einen Running Back mit Passfänger-Qualitäten zu verpflichten. Hier sind Leute wie Safety Tony Jefferson (ehemals Ravens) oder Running Back Chris Thompson (ehemals Redskins) ein Thema.

Ersatz für den zu den Jets abgewanderten Receiver Breshad Perriman wird man nicht mehr in der Free Agency suchen. Hier konzentriert man sich auf den kommenden Draft, für den sich jede Menge erstklassige Spieler gemeldet haben. Man kann davon ausgehen dass es ein sehr offensivlastiger Draft der Bucs wird.

NFC West

Arizona Cardinals

Geprägt war die letzte Woche von einigen Re-Signings und einem Signing eines neuen Gesichts: So konnte zum Rebuild der Defensive Line Trevon Coley für ein Jahr in der Wüste gewonnen werden. Trevon Coley spielte letztes Jahr bei den Colts und davor zwei Saisons für die Browns.

Running Back und Local DJ Foster erhält nach seiner Verletzungssaison einen Vertrag für ein weiteres Jahr in seiner Heimat Arizona. Damit wird dem RB Squad der Cardinals mehr Tiefe verliehen.

OT Marcus Gilbert erhält einen Vertrag über ein weiteres Jahr, nachdem er ähnlich wie Foster bereits eine Saison auf der Verletzungsbank saß. Man wird sehen ob er zu seiner alten Stärke zurückfinden wird. Selbiges gilt für Guard Max Garcia, er bekommt die Chance nach seiner Knie-OP zu zeigen, ob er zu alter Stärke zurückfinden kann und unterschrieb für ein weiteres Jahr.

Des Weiteren hat Saftey Charles Washington für ein weiteres Jahr unterschrieben und sorgt wie die anderen genannten mehr Tiefe im Kader.

Los Angeles Rams

Ausnahme hierbei ist die Rückkehr von Defensive Lineman Michael Brockers. Brockers hat seit 2012 für die Rams Defensive Tackle, bzw. Three-Four Defensive End gespielt.

Eigentlich sollte der Free Agent für drei Jahre nach Baltimore gehen, diese lehnten den ausgehandelten Vertrag aber doch ab. Als Grund wurde eine Knöchelverletzung genannt, die erst nach den Verhandlungen aufgefallen ist. Daraufhin ist Brockers nun wieder für 24 Millionen über drei Jahre zu den Rams zurückgekommen.

San Francisco 49ers

Die letzte Welle der Free Agency ist auch bei den San Francisco 49ers abgeebbt. Aufgrund des nur geringen finanziellen Spielraums ist davon auszugehen, dass keiner der noch namhaft verfügbaren Spieler in der nächsten Saison in rot und gold auflaufen wird. Von Expertenseite hört man des Öfteren den Wunsch nach einem weiteren Defensive Lineman, vor allem der Name Shelby Harris wird auffällig oft in den Raum geworfen. Dennoch: An dieser Stelle der Offseason werden die 49ers dazu übergehen, sich auf Depth Signings zu beschränken und den Fokus auf den kommenden Draft zu legen.

John Lynch betonte erst kürzlich die Wichtigkeit eben dieses Drafts, in dem die 49ers nach dem Buckner-Trade nun zwei First Round-Picks besitzen. Noch ist fraglich, wie das Front Office das Draft-Wochenende angehen wird. Zieht man in der ersten Runde (#13 und #31) tatsächlich zwei – vermeintlich – qualitativ hochwertige Spieler, oder tradet man einen oder sogar beide Picks, um sich besser in der Breite aufzustellen?

Über diese Fragen wird es in den kommenden Wochen zahlreiche Diskussionen geben. Momentan deutet jedoch vieles darauf hin, dass die 49ers spekulieren, einen Wide Receiver an 13. Stelle des Drafts zu ziehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Jerry Jeudy, Henry Ruggs oder Cedee Lamb an diesem Spot noch verfügbar sind, ist nicht gerade gering. Nach dem Abgang von Emmanuel Sanders, dem die Niners ebenfalls ein Angebot unterbreiteten, ist dies wohl die größte Chance auf einen zukünftigen Star-Wideout.

In Zeiten des Corona-Virus gab John Lynch zudem an, dass man bereits mit zahlreichen Spielern über Videochat kommuniziert habe – persönliche Treffen sind nicht möglich. Außerdem hat die Franchise $500.000 an Hilfskräfte und die Gemeinschaft in Santa Clara gespendet.

Seattle Seahawks

Während das Warten auf Defensive End Jadeveon Clowney weitergeht, bleibt Zeit, die ersten Tage der Free Agency kurz zu rekapitulieren. Niemand weiß aktuell, wie die Saison 2020 aussehen wird. Kein Team kann sich in Zeiten der Isolation die Talente vom College genauer ansehen. Kein zukünftiger NFL-Profi kann vorhersagen, wie genau der Draft in diesem Jahr ablaufen wird. Vor dem Hintergrund erscheinen die zuletzt getätigten Verpflichtungen der Seattle Seahawks in noch besserem Licht, denn fast alle wichtigen Needs sind schon vor der Talentauswahl zumindest quantitativ behoben.

Cornerback Quinton Dunbar ist als Starter neben Shaquill Griffin fest eingeplant. Defensive End Bruce Irvin wird fester Bestandteil der Pass-Rush-Rotation sein. Wide Receiver Phillip Dorsett kann mit seiner Geschwindigkeit zur dritten Speed-Waffe neben Tyler Lockett und DK Metcalf in der Seahawks-Offensive werden. Und die O-Liner Brandon Shell (auf Right Tackle) und B.J. Finney (auf Center oder Guard) kämpfen zumindest um Startplätze.

Nach Tagen der Passivität – viele interessante Edge Rusher fanden andernorts eine neue NFL-Heimat – hat die Free Agency der Seahawks dann doch einen versöhnlichen Verlauf genommen und könnte die 12s durchaus entspannt in die vor uns liegenden ungewissen Wochen und Monate gehen lassen. Wäre da nicht das Warten auf Jadeveon Clowney.