Bei SCOUTREPORT – Das American Football Magazin erscheint ab sofort jeden Mittwoch die NFLinfo als Artikel. Hier schreiben Fans, um euch über die Geschehnisse bei ihren Lieblingsteams zu informieren. In der heutigen Ausgabe geht es vor allem um mögliche Kaderveränderungen der NFC Teams. Später folgt ein weiterer Artikel zur AFC.

NFL News

  • Die Franchise Tag Deadline wurde bis Montag verlängert und fällt mit der Legal Tampering Periode (ab wann sich Spieler und Berater anderer Teams treffen dürfen) zusammen; dies hängt mit der neuen Deadline aus dem vorgeschlagenen CBA zusammen, da die Abstimmung über den CBA erst Mitte der Woche endet und die Stimmen dann noch ausgezäht werden müssen. Je nach Ausgang der Wahl ändert sich dann einiges.
  • Die Hall of Fame hat bekannt gegeben, dass das HoF Game (das erste Preseason Spiel) zwischen den Cowboys und Steelers am 06. August 2020 in Canton, Ohio ausgetragen wird.
  • Wichtige Termine: Der Combine ist bereits Geschichte, die Free Agency beginnt nächste Woche am 18. März 2020 um 21 Uhr deutscher Zeit. Es darf allerdings, wie gesagt, ab Montag, dem 16. März, offiziell verhandelt werden.
  • Zwischen Free Agency und Draft finden die Meetings der Liga vom 29. März bis 01. April statt. Dort werden eventuelle Regeländerungen beschlossen.
  • Spätestens danach liegt jedoch der volle Fokus auf dem Draft (23.-25. April 2020, Las Vegas).
  • Nach Kontroversen in der Führung der Spielergewerkschaft NFLPA in den letzten Tagen wurde Center JC Tretter von den Cleveland Browns zum neuen Präsidenten der Spielergewerkschaft gewählt.

NFC East

Dallas CowboysPatrick

Bei den Cowboys wird sich zu dieser Saison einiges ändern. Angefangen beim Headcoach, denn der Vertrag vom bisherigen HC Jason Garrett wurde nicht verlängert. Für ihn übernahm am Ende der Saison Mike McCarthy, der bis 2018 bei den Packers an der Seitenlinie stand.

Momentan gibt es eher Informationen zu Spielern, die das Team in Richtung Free-Agency verlassen werden, als zu Vertragsverlängerungen. Da bei 25 Spielern der Cowboys der Vertrag ausläuft, wird es in dieser Offseason im Team einen größeren Umbruch geben. Die höchste Priorität sollte hierbei auf Quarterback Dak Prescott (26) liegen. Laut Medienberichten (ESPN) hat Prescott ein überarbeitetes Vertragsangebot erhalten. Das Angebot soll mindestens dem Gehalt von anderen Quarterbacks, wie Aaron Rodgers oder Jared Goff ( 33,5 Mio Dollar / Jahr), entsprechen, jedoch nicht so hoch, wie das eines Russell Wilson (35 Mio Dollar /Jahr) sein.

Vielen ist dieser Vertrag zu hoch datiert und es wird diskutiert, ob Prescott diesen Vertrag wert ist. Die eigentliche Frage ist jedoch, ob die Cowboys in der Free Agency oder im Draft einen Quarterback auf ähnlichem Niveau für weniger Geld bekommen würden. Dak hat letzte Saison bewiesen (einziger Quarterback in den Top 5 bei Pass-Yards, Yards/Versuch, Pass Touchdowns und Rating) auf welchem Niveau er spielen kann. Zukünftige Verträge für Quarterbacks werden diesen weit in den Schatten stellen, wenn man bedenkt, dass der Vertrag von Patrick Mahomes nächstes Jahr ausläuft. Wenn man der Meinung ist, Prescott kann diese Offensive leiten, dann sollte man ihn auch dementsprechend bezahlen. 

Nachdem letzte Woche noch davon gesprochen wurde, dass man sich mit dem Veteranen Jason Witten (37/ TE) wohl auf eine untergeordnete Rolle verständigen wolle, sieht es jetzt nach dem Gegenteil aus. Die aktuellen Berichte deuten darauf hin, dass der zukünftige Hall of Famer die Dallas Cowboys verlassen wird und Blake Jarwin die Rolle von Witten als Starting Tight End übernehmen soll. Jarwin war 2017 als Undrafted Free Agent von den Cowboys verpflichtet worden.

Bei den Receivern stehen mit Amari Cooper und Randall Cobb zwei prominente Wide Receiver mit einem Bein in der Free Agency. Hierbei dürfte Cooper (25) deutlich höher auf dem Zettel von Jerry Jones, Besitzer und General Manager, stehen. Er wurde 2018 für einen Erstrunden Pick von den Raiders getradet und ist der beste Receiver der Dallas Cowboys. Zwar hat er kürzlich in einem Interview darüber gesprochen, gerne länger in Dallas bleiben zu wollen, aber ohne zufriedenstellenden Vertrag dürfte auch er sich eine neue Heimat suchen. Die freiwerdende Spielzeit von Cobb soll wohl Michael Gallup (23), Drittrundenpick aus 2018, erhalten. Gallup spielte letzte Saison auf seinem bisher höchsten Niveau.

Der Vertrag von Backup Adam Redmond (26 / G/C) wurde verlängert. Dies könnte darauf hindeuten, dass Joe Looney (29 / C) in die Free Agency ziehen gelassen wird, denn mit Connor McGovern ( 22 / G) haben die Cowboys letztes Jahr in der dritten Runde einen jungen Backup gedrafted.

Byron Jones (27 / CB) wird die Cowboys definitiv als Free Agent verlassen. Das bedeutet für die nicht ganz so starke Passverteidigung der Cowboys eine weitere Schwächung, weshalb diese Position eine sehr spannende Angelegenheit für den Draft werden dürfte. Viele Experten gehen davon aus, dass die Cowboys mit dem 17. Pick einen Safety verpflichten werden.

Ein altbekannter Name treibt in den Offseason-Gerüchten der Dallas Cowboys sein Unwesen. Dez Bryant (31) wirbt lautstark dafür, in der neuen Saison eine neue Chance zu bekommen. Der erfahrene Receiver hatte sich im November 2018 im Trainingscamp der Saints die Achillessehne gerissen und stand seitdem nicht mehr auf dem Footballfeld.

New York GiantsEmil

Die diesjährige Offseason ist mal wieder von Veränderungen geprägt, da sich die New York Giants nach 2 Jahren von Head Coach Pat Shurmur trennten und mit Joe Judge (vorher Special Teams und Wide Receiver Coach bei den Patriots) einen neuen Head Coach verpflichteten. Ebenso wurde das Trainerteam komplett überarbeitet (bekanntestes Gesicht sollte der neue OC Jason Garret sein) und es wurden schon einige Spieler entlassen (LB Alec Ogletree und Kareem Martin).

Dementsprechend sind der Draft und die Free Agency besonders zu betrachten, da die Giants mit ca. $80 Millionen Cap Space und dem vierten Pick im Draft gute Ausgangsmöglichkeiten haben. Schwerpunkt sollte dabei auf die Positionen Offensive Tackle und Linebacker, sowie dem Pass Rush gesetzt werden.

Defensive Tackle / End Leonard Williams stellt ein hausgemachtes Problem dar. Der von General Manager Dave Gettleman akquirierte Williams wurde Mitte letzter Saison von den Jets für einen Dritt-und Viertrunden Pick (Letzterer wird zu einem Fünftrunden Pick, sollte man Williams nicht langfristig binden) geholt und möchte jetzt verlängert werden. Williams wird sich nicht mit einem kleinen Vertrag zufrieden geben. Gerüchten zufolge soll er $15 Millionen jährlich und mindestens einen Vierjahresvertrag fodern.

Mit dem emotionalen Rücktritt von Team Legende Eli Manning, welcher die Giants zu zwei Super Bowls geführt hat, wird kommende Saison zudem ein prägendes Gesicht auf dem Platz fehlen. Eli spielte seine komplette Karriere bei den Giants, hält etliche Teamrekorde und belegt auf allen wichtigen Quarterback Statistiken Top-Positionen. Er und sein Bruder Payton prägten die NFL über Jahre. Seine Rückennummer (10) wird ab diesem Jahr zusammen mit der Michael Strahams (92) nicht mehr vergeben.

Philadelphia EaglesLennart

Bei den Philadelphia Eagles beherrschte ein Thema die letze Woche. Der zukünftige Hall of Fame Offensive Tackle Jason Peters (38) wird (erstmal) im beidseitigen Einverständnis keinen neuen Vertrag bekommen und als Free Agent in die neue Saison gehen. Peters spielte seit 2009 bei den Eagles und war sicherlich einer der besten Spieler der Franchise Geschichte. Auch wenn er nicht mehr an die Dominanz vergangener Jahre herangekommen ist, hat „The Bodyguard“ letztes Jahr auf relativ hohem Level gespielt. Die Trennung hat natürlich vorwiegend finanzielle Gründe in diesem Stadium seiner Karriere.

Das bedeutet aktuell, dass Left Tackle Andre Dillard, 22. Pick des letztjährigen NFL Drafts, der neue Starting Left Tackle für die Eagles ist. Eine Überraschung ist dies nicht und das Dillard spielen kann, hat er bei einigen Einsätzen letztes Jahr gezeigt. Ob er das über eine ganze Saison kann, muss er allerdings jetzt beweisen. Dennoch ist eine Rückkehr Peters‘ zu den Eagles nicht komplett ausgeschlossen. Beide Seiten bleiben in Kontakt und findet er kein neues Team, könnte er durchaus zu einem für die Eagles günstigen Kurs zurückkommen.

Desweiteren haben die Eagles Marty Mornhinweg als Offensive Consultant geholt. Marty ist kein Unbekannter in Philadelphia, so war er von 2003 bis 2012 für die Eagles u. a. als Offensive Coordinator tätig. Laut Pederson haben beide die gleiche Philosophie und Marty kann einige frische Ideen reinbringen.

Eine weitere Nachricht ist, dass DeSean Jackson scheinbar wieder völlig der Alte zu sein scheint und dies auch für die Saison von sich erwartet. Der extrem schnelle Receiver verpasste letzte Saison 13 Spiele aufgrund einer Verletzung. Jetzt sagte er kürzlich, er werde stärker als je zuvor zurück kommen. Was noch in ihm steckt, deutete er letztes Jahr im Season Opener gegen die Washington Redskins an (8 Rec, 154 Yards, 2 TD). Es bleibt zu hoffen, dass er diese Saison fit bleibt und Geschwindigkeit in die Eagles Offense bringt.

Als letztes bleibt noch zu erwähnen, dass die Eagles als heißer Kandidat für Cornerback Byron Jones (ehemals Dallas Cowboys) gelten. Dieser würde allerdings wohl 16 -17 Mio $ pro Jahr kosten. Hier möchte ich nicht mehr viel Spekulation hinzufügen, sondern einfach abwarten was sich tut.

Washington RedskinsSimon

Die Washington Redskins haben einen neuen Head Coach in Ron Rivera gefunden und mit Bruce Allen den General Manager der letzten Dekade entlassen. Bis nach dem Draft bleibt das Team auch voraussichtlich ohne General Manager. Das Front Office leitet bis dahin der 35-jährige Kyle Smith, der schon seit 2017 verantwortlich für die Drafts der Skins ist.

Zu diesem (eher atypischen) Umbruch in der Organisation kommen diverse Storylines: Ist Quarterback Dwayne Haskins unumstritten oder gibt es dieses Jahr ein Arizona-Szenario 2.0 mit einem zweiten Erstrunden Quarterback in Folge? Setzt Besitzer Dan Snyder wie letztes Jahr (so hörte man es zumindest häufig) auf das Top Prospect aus der Region? Das wäre Edge Chase Young, der in Maryland geboren wurde und für nicht wenige der beste Spieler im Draft ist. Entscheidet er den Erstnrunden Pick quasi (erneut) selbst? Und was ist davon zu halten, wenn Ron Rivera sagt: „Make your strengths stronger“ – was für Young spräche, eben weil die Front Seven der Skins jetzt schon das Prunkstück des Teams ist?

Left Tackle Trent Williams, der sich nach unrühmlichen Streitigkeiten mit der medizinischen Abteilung die komplette letzte Saison im Streik befand, wird wohl getradet. Cofnerback Josh Norman wurde entlassen und unterschreibt bei den Buffalo Bills, Cornerback Dominique Rodgers-Cromartie wird Free Agent, ebenso wie Guard Ereck Flowers und der fünfte Pick aus dem Jahre 2015, sowie mehrfacher Pro-Bowler, Brandon Scherff, ebenfalls Guard. Tight End Jordan Reed, dessen Kopfverletzung seine weitere Karriere gefährdet, hat ebenfalls einen auslaufenden Vertrag. Mit ca $62 Millionen Cap Space liegt das Team auf dem achten Platz. Was man nicht aus den Augen lassen sollte, ist die Zukunft von QB Alex Smith, dessen Genesung nach seinem fatalen Beinbruch 2018 noch unklar ist.

Hingegen zeichnet sich ab, dass das neue Stadion nicht in Washington D.C. stehen wird, sondern in Maryland. Der amerikanische Kongress, der in D.C. das Land vergibt, sträube sich wohl vor allem gegen eine Vergabe, weil er sich am rassistischen Namen des Teams störe, so schreibt es die Washington Post. Andere Quellen vermuten, es lege daran, dass in Maryland Sportwetten legalisiert werden.

NFC North

Chicago BearsAlex

Noch vor einem Jahr sah das Team der Chicago Bears aus, als ob es den Sprung von einem guten zu einem sehr guten Team schaffen würde. Doch die 2019er Saison belehrte alle eines besseren. Mit einem 8-8 Record blieben die Bears weit hinter den Erwartungen zurück. Zum Vergleich, die 2018er Saison wurde mit 12-4 und dem Einzug in die Playoffs beendet. Die Offense landete 2019 mit durchschnittlich 17,5 erzielten Punkten pro Spiel auf Platz 29 der NFL. Erfreulich war die Defense, die durchschnittlich 18,6 Punkte zuließ und auf dem vierten Platz die Saison beendete.

Infolgedessen hat Matt Nagy (HC) fast seinen kompletten Coaching Staff überarbeitet. Er verpflichtete Bill Lazor (OC), John De Filippo (QB Coach), Juan Castillo (OL Coach) und Clancy Barone (TE Coach). Dave Ragone wurde vom Quarterback Coach zum Pass Game Coordinator befördert. Diese Trainerposition wurde bei den Bears zum ersten Mal besetzt. Damit folgen sie dem Trend anderer Teams einen Pass Game Coordinator zu beschäftigen.

Nicht unerwähnt bleiben darf, dass Head Coach Matt Nagy und General Manager Ryan Pace auch im nächsten Jahr an Quarterback Mitch Trubisky (25) festhalten wollen. Dieser bleibt auch nach seiner schwachen Saison erste Wahl. Es bleibt zu hoffen, dass er an die Saison 2018 anknüpfen kann und sein Team zu mehr Siegen führt. Spannend bleibt, wer Trubisky als Backup unterstützt, da Chase Daniel Free Agent wird. Der Plan soll wohl sein, dass ein erfahrener Quarterback an Trubiskys Seite gestellt wird von dem er noch etwas lernen kann. Im Raum stehen die Namen der Free Agents Marcus Mariota und Case Keenum. Doch auch Andy Dalton, der allerdings noch einen Vertrag bei den Cincinnati Bengals besitzt, ist ein Thema. Gegen Dalton spricht sein Gehalt von 17,7 Millionen Dollar pro Jahr.

Die Bears haben im Moment ein Cap Space von rund 25 Millionen Dollar, welches durch Umstrukturierungen verschiedener Spielerverträge und Entlassungen noch erhöht werden könnte. Sollte zu einem Dalton-Trade kommen, müssten die Bengals bereit sein, einen Teil seines Gehalts übernehmen.

Detroit LionsManuel

Das Coaching Staff der Detroit Lions wurde nach der enttäuschenden letzten Saison fast komplett ausgetauscht. An der Seitenlinie stehen ab nächster Saison ein neuer Strength Coach, Special Teams Coordinator, Defensive Backs, Linebacker und Tight End Coaches. Dazu mit Cory Undlin auch ein neuer Defensive Coordinator. 

Auch bei den Spielern gab es die ersten Veränderungen. So wurde der bei den Fans beliebte, aber in der letzten Saison durch Verletzungen geplagte, Damon „Snacks“ Harrison entlassen, obwohl dieser erst letztes Jahr eine Verlängerung erhalten hatte. Erfreulich: Mit Dany Amendolas Vertragsunterschrift bleibt die größte Waffe im Slot aus der abgelaufenen Saison für nächstes Jahr erhalten.

Neben diesen bereits feststehenden Veränderungen kursieren auch einige Gerüchte um verdiente Spieler. Darius Slay, einer der besten Cornerbacks der Liga, hat noch ein Jahr Vertrag und via Twitter bereits klar gemacht, dass er einen neuen Vertrag nur bei einem hohen Angebot unterschreibt. Laut Bob Quinn, General Manager der Lions, sind Verlängerungsgespräche im Gange, aber auch ein Trade ist bei lukrativem Angebot möglich. Das Gerücht um einen möglichen Trade von Starting Quarterback Matthew Stafford haben sowohl Bob Quinn als auch Head Coach Patricia wiederholt abgestritten. Stafford, dessen Rückenverletzung seit Januar voll verheilt sein soll und aktuell gemeinsam mit seiner Frau Kelly sein viertes Kind erwartet, wird den Lions mit hoher Wahrscheinlichkeit erhalten bleiben.

Die meisten Nachrichten drehen sich aktuell um den dritten Pick im Draft. Die Lions waren dieses Jahr eines der beiden Teams, welche den Senior Bowl trainieren durfte. Die Coaches konnten sich dabei an vorderster Front einen Einblick über einige der besten Draft Prospects machen. Zu den aktuell gehandelten Picks gehören Chase Young (Edge), Jeff Okudah (CB), Derrick Brown (DL) oder Isaiah Simmons (LB). All diese Spieler dürften für die angeschlagene Defense eine sofortige Verbesserung darstellen. Möglich erscheint auch ein Downtrade, um weiteres Draft Kapital zu erhalten.

Green Bay PackersMax

Auch bei den Packers dreht sich das Free Agency Karussell: Während bei Tight End Jimmy Graham trotz Vertrag bis 2021 die Zeichen auf Abschied stehen, hat der punktbeste Packer der Geschichte, Kicker Mason Crosby, ein neues Arbeitspapier über drei Jahre für $12.9 Millionen unterschrieben. Er wird drittbest-bezahlter Kicker der NFL und profitiert von seiner exzellenten Saison 2019. Bei seiner Trefferquote muss man auch immer einbeziehen, dass er die Hälfte der Spiele im Stadion mit den schwierigsten Windverhältnissen der NFL bestreitet.

Weiterhin gibt es in Bezug auf die Free Agency Funkstille mit einem der promintesten Free Agents vonseiten der Packers: Right Tackle Bryan Bulaga gibt an, dass er bisher noch kein Wort von den Packers in Bezug auf einen neuen Vertrag gehört hat. Das könnte daran liegen, dass die Packers in der Offensive Line auch ohne ihn halbwegs ordentlich besetzt sind und die Bedürfnisse insbesondere bei den Wide Receivern und den Inside Linebackern deutlich größer sind – vor allem wenn dort der Vertrag mit einem weiteren großen Free Agent, Blake Martinez nicht verlängert wird, wonach es ebenfalls nicht aussieht.

Die angeblichen Top-Ziele der Packers: TE Austin Hooper, einen Wide Receiver und einer aus dem Linebacker-Trio Cory Littleton, Joe Schobert und Nick Kwiatkoski. Mit drei Spielern wäre der Cap Space dann wohl auch ausgereizt und eine Rückkehr von Bryan Bulaga sehr unwahrscheinlich.

Das zweite große Thema, das derzeit über allem schwebt, sind die CBA-Verhandlungen. Aaron Rodgers hat sich sehr kritisch gegenüber dem aktuell ausgearbeiteten Vertrag geäußert und in einem Interview mit ESPN Wisconsin gesagt, dass er Mails an alle Teammitglieder verschickt habe und von fast keinem eine Antwort bekommen habe. Er war frustriert, dass viele Spieler sich überhaupt nicht dafür interessieren und er nannte auch einige kritische Punkte, vor allem, dass die Sicherheit der Spieler durch ein weiteres Spiel noch mehr in Gefahr sei, dass der „revenue share“ der Spieler nur bei 48% liegen würde und dass die Laufzeit zu lange sei. Im gleichen Interview sprach er auch davon, dass er kein Problem damit habe, sollten die Packers früh einen Quarterback draften, er sich aber sicher sei, dass er selbst am Ende der bessere sein werde.

Minnesota VikingsJonas

Quo Vadis Vikings Secondary?

Nachdem die Passverteidigung der Minnesota Vikings seit der Ankunft von Head Coach Mike Zimmer seit 2014 zu den Prunkstücken der Mannschaft zählte, steuert die Secondary ungewissen Zeiten entgegen. Bei insgesamt sechs Defensive Backs läuft in der kommenden Woche der Vertrag aus und der finanzielle Spielraum ist begrenzt.

Der wohl prominenteste Free Agent Defensive Back der Vikings ist Safety Anthony Harris. Der 28-jährige ehemalige Undrafted Free Agent spielte 2019 die beste Saison seiner Karriere. Insgesamt gelangen ihm in der Regular Season und den Playoffs sieben Interceptions. Pro Football Focus gab Harris in der letzten Saison das zweitbeste Rating aller Safeties in der NFL. Zudem ist Harris auch ein extrem sicherer Tackler. In der vergangenen Regular Season verpasste er nur zwei Tackles und hatte laut PFF die zweitbeste Tackling Effektivität aller Safeties. Eine Vertragsverlängerung würde aber wohl teuer werden. So schätzt das Portal spotrac.com den Marktwert des Safetys auf rund 13,8 Millionen Dollar pro Jahr. Für die beim Salary Cap auf Kante genähten Vikings könnte das zu viel sein. 

Head Coach Mike Zimmer äußerte sich beim Scouting Combine in Indianapolis zur Zukunft des 28-jährigen. Zwar lobte er Harris in höchsten Tönen, gab aber zu bedenken, dass er die Position des Safetys wohl nicht als größte Priorität ansieht. Harris selber meldete sich bei „RapSheet + Friends“, dem Podcast von NFL Insider Ian Rapoport zu Wort. „Ich liebe Minnesota, ich liebe die Kultur, meine Teamkollegen dort und die großartigen Beziehungen. Ich bin hier schon eine Weile und ich möchte gerne zurückkehren“, gab Harris zu Protokoll und macht so den Fans Hoffnung auf eine Rückkehr. Allerdings sagte er auch: „Es ist aber auch schlau, alle meine Optionen zu betrachten, offen zu sein und mir meine Zeit für die Entscheidung zu nehmen.“ 

Für den Fall eines Abgangs, haben die Vikings wohl schon einen Plan B. Laut dem gut informierten Lokalreporter Chris Tomasson haben die Vikings Interesse an einer Vertragsverlängerung mit Andrew Sendejo, dessen Arbeitspapier ebenfalls ausläuft. Der 32-jährige spielt seit 2011 mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung bei den Vikings und war seit 2015 Starter neben All-Pro Harrison Smith, bevor er 2018 von Anthony Harris verdrängt wurde. Bei einer Verlängerung und einem gleichzeitigen Abgang von Harris, könnte er in der kommenden Spielzeit wieder zum Starter werden, um den Vikings Zeit zu geben einen Rookie heranzuführen. 

Keine Option für den Platz neben Harrison Smith ist wohl Jayron Kearse. Der Vertrag des Siebtrundenpicks von 2016 läuft ebenfalls aus. Auf Social Media Plattformen zeigte sich Kearse immer wieder unzufrieden über seine Rolle als Special Teams Ass und Sub-Package-Spieler und machte keinen Hehl aus seinem Wunsch, das Team am Saisonende zu verlassen.

Auch bei den Cornerbacks ist die Zukunft ungewiss. Mit Trae Waynes und Nickel-Corner Mackenzie Alexander haben zwei Starter auslaufende Verträge. Zumindest Waynes wird wohl laut übereinstimmenden Medienberichten auf den freien Markt kommen. Zudem könnten die Vikings auch Xavier Rhodes nach zwei schwachen Saisons entlassen, um 8,1 Millionen Dollar Cap Space zu sparen. Mit Marcus Sherels könnten die Vikings auch ein weiteres Special Teams Ass aus dem Defensive Backfield verlieren, da der 32-jährige wohl über ein Karriereende nachdenkt. Würden die Vikings alle genannten Cornerbacks verlieren, blieben mit Mike Hughes, Holton Hill und Kris Boyd nur noch drei Cornerbacks übrig und die beiden erstgenannten haben durch Verletzungen und Eskapaden neben dem Platz einige Fragen zu beantworten.

Es besteht also dringender Handlungsbedarf in der Free Agency und im Draft. Anders als bei den Safeties, ist die diesjährige Cornerback Draftklasse aber sehr tief und qualitativ hochwertig besetzt, was die Suche nach einem Ersatz erleichtern sollte. So oder so wird die Secondary der Vikings aber nach Jahren der Kontinuität in der neuen Saison ein gänzlich neues Gesicht haben.

NFC South

Atlanta FalconsAle

Die Atlanta Falcons werden in der Offseason ihr Augenmerk wohl auf die Defense legen. Der Pass Rush, der lange Zeit nicht produktiv war und jetzt ohne Vic Beasley sicherlich einen Schub brauchen könnte, ist zweifellos einer der größten Bedürfnisse der Mannschaft in der Offseason. 
Das Team, dass letzte Saison nach der Bye-Week ein Revival erlebt hat und mit 7-2 Siegen auch den Arbeitsplatz von Head Coach Dan Quinn und General Manager Thomas Dimitroff gesichert hat, scheint sich durchaus in der Lage zu sehen um den hochgehandelten DE Chase Young von Ohio St. mitzumischen.

„Ich denke, es wird eine Menge wirklich interessanter Aktionen zwischen Draftpostion zehn und zwanzig geben“, sagte Dimitroff am Freitag im Radiosender 92.9. „Und noch einmal, ich würde uns nie abschreiben, denn wir sind wieder in einer Postion, wie es früher schon mal der Fall war“ und meint damit den Monstertrade von 5 Picks für WR Julio Jones von Alabama in 2011. Und der Bedarf ist gegeben: Seit dem Aufstieg der Falcons in der Super Bowl Saison 2016 hatten sie keinen Spieler mehr mit Sacks im zweistelligen Bereich. Als Team hatte Atlanta 2019 insgesamt 28 magere Sacks und damit den vorletzten Platz in der NFL.

Als sicher gilt es, dass LB De’Vondre Campbell nach zwei Jahren nicht verlängert. Auf der Seite der Offense sind die Verhandlungen mit TE Austin Hooper auch noch nicht abgebrochen. Seine kolportierten $10 Millionen Jahresgage könnten allerdings etwas zu viel für die Falcons sein. Und dann sind da auch noch die „Baustellen“ im Backfield mit den Safeties Keanu Neal und Ricardo Allen. Neal kommt aus seiner zweiten Verletzung im dritten Jahr und Allens Verletzung zieht sich länger hin als gedacht. Müssen die Falcons auch da tätig werden? Wir werden sehen!

Carolina Panthers – Kevin

In North Carolina stehen bei den Panthers alle Zeichen auf Umbruch. Nachdem Matt Rhule die Nachfolge von Riverboat Ron angetreten hat, waren die Gewässer ungewohnt unruhig. Der neue Coach unterzeichnete einen Monstervertrag über 70 Millionen Dollar und soll den Kahn über mindestens sieben Jahre zum langfristigen Erfolg schippern. Nachdem Fan Liebling Luke Kuechly sich aufmachte, für den ebenso verdienten wie verfrühten Ritt in Richtung Sonnenuntergang und man sich mit Cam Newtons großer Liebe Greg Olsen darauf verständigte, dass er nicht wieder bei den Panthers anheuern wird, fragt man sich als Panthers Fan schon: „Was kommt jetzt?“ 

Momentan stehen die Chancen nicht schlecht, dass man eine weitere Fahrt mit Cam Newton als Quarterback wagt. Laut Besitzer David Tepper hängt diese Entscheidung nicht von den Amtsträgern in Charlotte, sondern lediglich von Newtons Reha-Prozess nach der überstandenen Fuß-OP ab. Erholt sich der ehemalige MVP und kann nahezu sein Leistungsoptimum erreichen, so wird er wohl für mindestens eine weitere Spielzeit ,,under center‘‘ stehen.

Neben Olsen und Kuechly stehen in der nächsten Zeit vor allem Veränderungen in der Defensive Line an. Gerald McCoy, Kyle Love und Vernon Butler werden Free Agents. Ebenso wie Linebacker Bruce Irvin und Cornerback James Bradberry. Klar ist, man wird nicht mit allen verlängern können und da in der Offense ebenfalls Planstellen frei werden (u.a Daryl Williams, Greg van Roten), hat man im Draft und der Free Agency wohl die Qual der Wahl. Die Panthers haben in der ersten Runde den siebten Pick, auch wenn ich ein hochtraden für unwahrscheinlich erachte, so möchte ich zumindest erwähnen, dass es Gerüchte gibt, sie könnten den siebten und den 38. Pick dafür nutzen, in die Reichweite von Tua zu traden. Dies erscheint jedoch wenig sinnvoll, betrachtet man die vielen offenen Stellen im Depth Chart der Panthers. 

Als heißester Kandidat gilt wohl für den Erstrunden Pick derzeit der sehr athletische Isaiah Simmons (LB, Alabama). Simmons überzeugte als Redshirt Junior sowohl körperlich (1.93 m, 110 kg, 4,30 sek[40yrd]), als auch durch seine Flexibilität. So spielte Simmons als frei einsetzbarer Linebacker (OLB, MLB), sowie als variabler Safety (FS, SS) und gar als Slot Corner. Simmons besitzt also zweifelsfrei alles, um auf dem Papier eine Defense zu tragen und könnte unter dem im letzten Jahr wieder so erstarkten Shaq Thompson in die sehr großen Schuhe Kuechlys wachsen.

Während die Prospects des diesjährigen Drafts, die ganze Football Welt an der Demonstration ihrer unglaublichen athletischen Fähigkeiten teilhaben lassen, braut sich am Horizont ein weiterer Sturm zusammen, der durch den Locker Room fegen soll. Der abwanderungswillige Tackle Russel Okung soll im Austausch für Carolinas Guard Trai Turner in einem Tradegeschäft zwischen den Chargers und den Panthers seine Wahlheimat tauschen. Okung ist zwar eine wirklich gute Alternative zu Turner, aber auch sechs Jahre älter als er und in seinem letzten Gehaltsjahr. Es scheint so, als wäre das Ziehenlassen Turners auch eine Möglichkeit, gleichzeitig mehr Cap Space für die kommenden Spielzeiten zu schaffen, ohne dieses Jahr spielerisch riesige Lücken in die, in der Vergangenheit des Öfteren durcheinandergebrachte Offensive Line, zu reißen.

New Orleans SaintsKatharina

Über das Karriereende von Quarterback Drew Brees wurde kurz spekuliert, dieser hielt die Spekulationen aber nicht lange aufrecht. Bereits am 18. Februar konnte man seinem Instagram Post entnehmen, dass er kommende Saison für die Saints antreten wird. „Lasst uns einen weiteren Anlauf wagen!“, schrieb Brees unter einem atemberaubenden Foto. Somit war klar: Brees will es noch einmal wissen und wird im Saints Dress auf dem Feld stehen. Welche Rekorde dürfen wir von ihm noch erwarten? Wir sind gespannt!

Was uns direkt zur Allzweckwaffe Taysom Hill, dem Backup Quarterback der New Orleans Saints, führt. Die Saints wollen den Ausnahmespieler Taysom Hill unbedingt behalten, so scheint es zumindest, wenn man die aktuellen News rund um die Nummer Sieben liest. Dem Restricted Free Agent soll ein First Round Tender verpasst werden. Kurz erklärt: Hill kann jederzeit von einer anderen Franchise abgeworben werden, akzeptiert Hill das Angebot eines anderen Teams, so haben die Saints die Möglichkeit gleichzuziehen. Tun sie dies nicht, wechselt Hill die Franchise und durch das Mittel des First Round Tender müsste die neue Franchise den Saints als Ausgleich einen Erstrundenpick abgeben.

Und nun noch was zu einem verlorenen Schäfchen der Saints: die Gerüchteküche brodelt – kehrt Jimmy Graham heim in die „Who Dat Nation Family“? Der Tight End wird wohl kommende Saison nicht für die Green Bay Packers auf dem Feld stehen. Nun ist die Frage, wie wahrscheinlich eine Aussöhnung zwischen Graham und Payton ist?

Tampa Bay Buccaneers

Den Buccaneers steht eine turbulente Offseason bevor. Es wurde noch keine öffentliche Entscheidung über Quarterback Jameis Winston getroffen, ob er Free Agent wird oder nicht. Weder Coach Bruce Arians noch General Manager Jason Licht äußern sich auch nur ansatzweise klar zu dem Thema. Sicher ist jedoch, Winston ist nicht die Wunschlösung, sonst wäre das Thema schon längst durch. Gleich mehrere Reporter widersprechen der Theorie, dass die Bucs nur eine bessere Verhandlungsposition für die Vertragsverhandlungen mit Winston bekommen wollen. Die Bucs wollen stattdessen tatsächlich neue Wege gehen. Tom Brady, auch in Tampa ein Thema, könnte wohl mit zwei Dingen überzeugt werden: Der „Challenge“, ein Team, das seit 2007 im Januar stets auf dem Sofa saß, wieder erfolgreich zu machen und zum anderen gleich zwei 1.100 Yard Receiver in Mike Evans und Chris Goodwin.

Arians und Licht haben sich beim Combine, wo sie zum Thema Winston zurückhaltend waren, insbesondere die Offensive Tackles angeschaut – ohne allerdings auch nur anzudeuten, dass damit beim Veteranen Demar Dotson die Zeichen auf Abschied stehen. Sollte er bleiben, würde seine Erfahrung den neuen Spielern/ Rookies um einiges weiterhelfen. Problematisch für die Bucs: Es könnte durchaus sein, dass die mit Abstand vier besten Tackles im Draft bis zum 14. Pick bereits weg sind. Auf einer weiteren Position, den Safeties, sehen weder Arians noch Licht viel Handlungsbedarf.

Großes Thema bei Bucs-Fans ist derzeit aber auch ein richtiges Offseason Thema: Die Buccaneers werden im April neue Trikots präsentieren! Für die nächste Dekade soll ein neues Trikot die Bucs repräsentieren, so Besitzer Ed Glazer. Anders als im Fußball, wo jedes Jahr ein neues Trikot präsentiert wird, ist das bei den Bucs erst der dritte Trikotwechsel seit 1976.

Du kannst das auch? Wir suchen noch jemanden, der Lust hat, über die Bucs zu schreiben – einmal die Woche ein kurzer Text! Wenn du dabei sein willst, schreibe einfach eine Twitter-Direktnachricht an @nflinfo_de oder eine Mail an kontakt@nfl-info.de

NFC West

Arizona CardinalsFelix

Bei den Cardinals dreht sich ziemlich viel gerade um die die Runningback Position. Geben wir Kenyan Drake einen fetten Vertrag, nachdem er letztes Jahr super abgeliefert hat oder halten wir ihn mit nem Franchise Tag? Was wird dann aus David Johnson? Es gibt ja immer mal wieder Gerüchte, dass er zu seinem alten Coach Bruce Arians nach Tampa getraded wird. Falls nicht, stellt sich natürlich die Frage, ob er nochmal an seine alte Leistungsfähigkeit der Vergangenheit anknüpfen kann. Wir sehen das kritisch, da er nach seinen Verletzungen deutlich an Dynamik verloren hat. Mit Chase Edmonds haben wir ja sogar noch ein drittes Eisen im Feuer, das super in das System Kingsbury und Murray passt. Wir gehen derzeit davon aus, dass wir Drake halten und ihn bezahlen, da er ideal ins Team und ins System passt. 

Da der Draft immer näher rückt, gibt es hier natürlich auch immer mehr Spekulationen, wen wir mit dem achten Pick auswählen werden. Wir haben große Baustellen: Wide Receiver, Offensive Line, Safety und Defensive Line. In den Mock Drafts sieht es derzeit danach aus, dass Wide Reicever CeeDee Lamb (Oklahoma) wohl am wahrscheinlichsten gepickt werden könnte. Wir haben dort einen großen Bedarf auf der Position und er ist genau der Typ Receiver, der uns derzeit fehlt. Er hat außerdem mit Murray sehr erfolgreich bei den Sooners zusammengespielt und dementsprechend hat sich Kyler auch schon in Interviews für ihn als Pick eingesetzt. Wäre wohl auch nicht schlecht, dass er dann mindestens ein Jahr eine Menge von unserer Legende Larry Fitzgerald lernen könnte. 

Los Angeles RamsSimon & Marcel

Aktuell dreht sich viel um das neue Logo der Rams, welches zur neuen Saison der Franchise ein neues Gewand geben soll. Ansonsten ist es sehr ruhig, vor allem um die Schlüsselspieler, die auf der Free Agent Liste landen. Diese Spieler sind Littleton (Linebacker), Fowler (Edge Rusher), Whithworth (Offensive Tackle) und Brockers (Defensive End).
 Les Snead, der General Manager der Rams hat in einem Interview erwähnt, dass er nicht erwartet, dass die Rams den Franchise Tag verwenden werden. Ein möglicher Tag wurde hier bei Fowler erwartet, welcher nun wohl vom Tisch ist. Desweiteren hat Snead noch erwähnt, dass der Vertrag von Jared Goff (Quaterback) nicht umstrukturiert wird, um ein bisschen mehr Kapital zu bekommen. 

Eine weitere spannende Frage ist die, was mit Todd Gurley (Running Back) wird. Bleibt er bei den Rams oder streift er sich bald ein Trikot eines anderen Teams über? 

San Francisco 49ersLars

Bei den San Francisco 49ers dreht sich derzeit viel darum, wie es trotz der angespannten Cap-Situation gelingen kann, das Team aus der Vorsaison so gut wie möglich beisammen zu halten. Head Coach Kyle Shanahan und General Manager John Lynch haben mehrfach betont, dass sie beabsichtigen, die Zahl der Abgänge niedrig halten zu wollen. Es wird aller Voraussicht nach mit großem Eifer daran gearbeitet, die Leistungsträger Defensive End Arik Armstead, Wide Receiver Emmanuel Sanders und Safety Jimmie Ward zu einer Vertragsverlängerung zu bewegen. Doch dies wird kein einfaches Unterfangen, da alle drei Spieler auf dem freien Markt wohl attraktive Angebote anderer Teams erhalten werden. Obwohl die Verträge von Linebacker Kwon Alexander und Center Weston Richburg bereits angepasst wurden, um die finanzielle Situation etwas zu entspannen, wird es interessant zu beobachten sein, wie die 49ers ihre Personalpolitik gestalten. Vor allem bei Edge Rusher Arik Armstead hört man immer wieder, dass auch die Option des Franchise Tags in Betracht gezogen wird. 

Die Schlagzeilen dominiert jedoch derzeit ein anderes Thema: Kommt Tom Brady zu den 49ers? Natürlich ist diese Diskussion für viele eine willkommene Abwechslung während der tristen Offseason, jedoch ist davon auszugehen, dass diesem Gerücht nur wenig bis kein Wahrheitsgehalt anhaftet. Shanahan und Lynch wurden während des NFL Combines nicht müde, immer wieder zu betonen, dass man mit Quarterback Jimmy Garoppolo sehr zufrieden ist und mit ihm in die Zukunft gehen möchte. Obwohl es finanziell durchaus denkbar wäre, dass die 49ers Brady unter Vertrag nehmen, erscheint dieses Szenario sehr unwahrscheinlich. Aber man hat eben auch schon Pferde vor der Apotheke – Ihr kennt das…

Einige Vertragsverlängerungen konnten die 49ers auch schon vermelden: Bei Nickel-Cornerback K’Waun Williams und Fullback Kyle Juszczyk, die beide eine wichtige Rolle in der abgelaufenen Saison spielten, zog man die teamseitige Option auf eine Verlängerung des Kontrakts für zunächst ein Jahr. Bei den Exclusive Right Free Agents vermeldeten die 49ers, dass man die Verträge von Offensive Lineman Daniel Brunskill, Tight End Ross Dwelley, Cornerback Emmanuel Moseley, Quarterback Nick Mullens und Runningback Jeff Wilson verlängert hat. Es wird scheinbar viel Wert darauf gelegt, auch die Spieler aus der zweiten und dritten Reihe weiterhin im Team zu halten.

Bezüglich des anstehenden Drafts lässt sich wenig bezüglich der Pläne der 49ers sagen. In den zahlreichen Mock Drafts wird des Öfteren die Secondary thematisiert, es ist jedoch auch nicht auszuschließen, dass die 49ers einen Down-Trade anstreben, zumal man nach dem Pick an 31. Stelle erst wieder in der fünften Runde (!) ins Geschehen einsteigen darf.

Seattle SeahawksMax

Rückblickend auf die abgelaufene Saison haben die German Sea Hawkers ein vielseitiges Angebot aus Texten, Podcasts und Social-Media-Beiträgen zusammengestellt, die die Trainerfrage, Schwachstellen und einzelne Positionsgruppen thematisieren. Zusammengefasst haben zwei Themen die bisherige Offseason der Seattle Seahawks dominiert:

1) Free Agency Gerüchteküche: Defensive End Jadeveon Clowney (27) wird den Seahawks wohl kaum einen Rabatt geben und einen neuen Mehrjahresvertrag mit über 20 Millionen US-Dollar pro Saison anstreben. Dass Seattle mehr als diese 20 Millionen für den Schlüsselspieler bezahlt, scheint unwahrscheinlich. Bedenken gibt es beim 2019 oft gedoppelten und dennoch wirkungsvollen Clowney bezüglich Sack-Produktivität (nur 3,5 in der Saison 2019) und Verletzungsanfälligkeit. Stichwort Verletzung: Center Justin Britt (28) hat zwar noch ein Jahr Vertrag, kommt aber von einem Kreuzbandriss zurück und ist mit rund 10 Millionen US-Dollar Gehalt in der Saison 2020 nun ein Kandidat für eine Entlassung, um das üppige verfügbare Gehalt weiter aufzustocken. Nahmhafte Wackelkandidaten neben Clowney und Britt: Defensive Tackle Jarran Reed, Linebacker Mychal Kendricks Left Tackle George Fant, Left Guard Mike Iupati, Right Tackle Germain Ifedi – allesamt Free Agents, Linebacker K.J. Wright, Tight End Ed Dickson und Right Guard D.J. Fluker – mögliche Salary-Cap-Opfer. Bezüglich Neuverpflichtungen hält sich General Manager John Schneider zu Beginn der Free Agency traditionell aus den größeren Geschäften raus und wird erst in der zweiten oder dritten Welle aktiv, wenn der Markt sich etwas abgekühlt hat.

2) Kadertiefe: Mit der Verpflichtung von Tight End Greg Olsen (34) reagierten die Verantwortlichen in Seattle auf die zweite schwere Verletzung Will Disslys (23; 2018 Patellasehnenriss, 2019 Achillessehnenriss) in zwei Jahren. Ob ein zuletzt öfter verletzter Oldie im Spätherbst seiner Karriere die richtige Lösung ist, um auf Tight End Tiefe zu schaffen, sei mal dahingestellt. Den Verantwortlichen in Seattle waren die Dienste Olsens 7 Millionen US-Dollar wert, sie scheinen überzeugt. Auf Cornerback sind genau wie in der Offensive und Defensive Line Nachbesserungen via Free Agency und/oder Draft zu erwarten.