This is Sparta? This is New Orleans!

Nur noch wenige Minuten bis zum Kickoff. Die Football-Spieler kommen zusammen, bilden einen Kreis. In der Mitte der Quarterback, der seine Mitspieler anfeuert und auf das Spiel einstimmt.

Solche Szenen gibt es in der NFL immer wieder. Auch bei den New Orleans Saints und Quarterback Drew Brees. Mit welchen Sprüchen pumpen sich die Spieler auf? Wie kommt Brees auf die sogenannten „Chants“, die Sprechgesänge?

Drew Brees, Quarterback New Orleans Saints Foto Keith Allison
Drew Brees (4.v.l.) ist seit 2006 Quarterback der New Orleans Saints. (Foto und Titelfoto: „Drew Brees“ von Keith Allison / Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Der Quarterback bringt in seinem Buch „Coming Back Stronger“ zwei Beispiele, die ihn in der Vergangenheit inspiriert haben.

Brees guckt bei „300“ ab

Im Jahr 2006 erschien der Film „300“. Die Handlung zusammengefasst: 300 muskelbepackte und spärlich bekleidete Spartaner wehren sich gegen die Armee des Eroberers Xerxes.

„Mir gefiel die Mentalität der Spartanter“, schreibt Brees. „Wir sind Soldaten. Das ist unsere Idendität. Das ist es, für das wir trainiert haben.“

„Ich werde niemals Football mit Krieg oder Football-Spieler mit Soldaten vergleichen“, erklärt der Quarterback. „Aber Football ist nunmal brutal.“ Die Sprechchöre der Spartaner brachten Brees zu folgendem Sprechgesang:

Brees: „Who are we?“

Team: „Saints!“

Brees: „Who are we?“

Team: „Saints!“

Brees: „Are we ready?“

Team: „Ha-ooh!“ (Das antworten die Spartaner auf einen Ruf ihres Königs Leonidas)

Das Ganze wiederholt sich dann noch einmal.

Eine bekannte Szene aus „300“ sorgte noch für eine Varation der Sprechchöre. König Leonidas empfängt den Gesandten von Xerxes, die Verhandlungen laufen eher schlecht und der König bedroht den Gesandten. Der sagt: „Das ist Blasphemie! Das ist verrückt!“ Und Leonidas antwortet: „Das ist Sparta!“ („This is Sparta!“)

Der Saints-Quarterback machte daraus Folgendes:

Brees: „This is New Orleans!“

Team: „Ha-ooh! Haa-oh! Haa-oh!“

Sprechchöre der Marines als Inspiration

Ein Training mit Marines brachte Drew Brees auf eine weitere Idee. Als er mit den Soldaten rannte, hörte er deren Sprechgesänge:

„When I say ‚One‘, you say ‚Two‘. When I say ‚Kill‘, you say ‚For you‘. One!“

„Two!“

„Kill!“

„Four you!“

Brees passte die militärischen Worte für seine Mitspieler an. Er fand das „Kill“ unangemessen, außerdem wusste er genau, dass die NFL „Töten“ ganz und gar nicht gut gefunden hätte.

Und so hieß es während der Saison 2009 bei den Saints:

„One, Two!“

„Win for you!“

„Three, four!“

„Win some more!“

„Five, six!“

„Win for kicks!“

„Seven, eight!“

„Win, it’s great!“

„Nine, ten!“

„Win again!“

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5 Monaten ago
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Written by Chris Höb
Christian Höb ist Chefredakteur von SCOUTREPORT und moderiert die SCOUTREPORT-Webshow. Chris kommentiert außerdem GFL-Spiele der Berlin Rebels. Er ist freier Sportjournalist.

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