Jan Stecker: Mein Trizeps ist dicker als der von Björn Werner

Er ist Mr. Quarterback-Sneak: Jan Stecker. SCOUTREPORT – Das American Football traf den ranNFL-Moderator neulich beim ran-Season-Opening in Berlin. Im Interview spricht Jan Stecker über die GFL und sein Fitness-Training.

SCOUTREPORT: Jan, Sie sehen aus, als ob Sie im Fitness-Studio trainieren. Gehen Sie pumpen?

Jan Stecker: Ich geh trainieren, mache eine ganze Menge. Ich hab das große Glück, dass mein Sohn Football spielt, und der geht viermal die Woche. Und weil es mir so viel Spaß macht, das mit ihm zusammen zu machen… noch bin ich beim Bankdrücken auch noch zehn Kilo vor ihm. Er war jetzt sechs Wochen verletzt wegen Schlüsselbeinbruch, da hab ich auch nix gemacht, weil ich eine faule Sau bin. (lacht)

SCOUTREPORT: Wie viel drücken Sie?

Jan Stecker: Ich schaffe nach wie vor drei mal zehn Wiederholungen mit 65 Kilo, was für mein Alter – bin ja auch schon 59 – völlig okay ist. Maximal müsste ich mal ausprobieren… aber ich denke mal, ich lande so bei 80, 85. In meiner aktiven Zeit waren es nie mehr als 105.

ranNFL-Moderator Jan Stecker. Foto: ProSieben/Marc Rehbeck
ranNFL-Moderator Jan Stecker. Foto: ProSieben/Marc Rehbeck

SCOUTREPORT: Bankdrücken sagt ja auch nichts darüber aus, wie gut man als Footballer ist.

Jan Stecker: Völlig richtig, schon gar nicht als Quarterback. Was ich noch habe, ist ein Riesen-Trizeps, weil ich immer diese Übung über den Kopf gemacht habe. Der ist jetzt noch dicker als der von Björn Werner, weil ich diesen Muskel so viel während meiner aktiven Zeit trainiert hab.

SCOUTREPORT: Sehen wir also bald mal Jan Stecker im Muskel-Shirt?

Jan Stecker: Definitiv. Sobald mein Sohn wieder trainiert und ich mit, und wenn ich mich gut genug fühle, werde ich mit Björn nochmal einen kleinen Vergleich machen. Ausziehen werde ich mich definitiv nicht mehr, aber Arme zeigen geht noch.

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SCOUTREPORT: ran hat in Deutschland einen NFL-Hype ausgelöst. Viele sagen: die German Football League (GFL) macht zu wenig daraus. Wie sehen Sie das?

Jan Stecker: Das finde ich so nicht ganz richtig. Inzwischen gibt es zum Beispiel ja zu jedem Spiel einen Livestream. Jede Mannschaft, die ein Heimspiel ausrichtet, muss übertragen.

SCOUTREPORT: Seit dieser Saison ist das so, richtig.

Jan Stecker: Und das finde ich schon geil. Du kannst überall reinschauen. Ich hab die Crocodiles mal aus Amerika geschaut. Auf der anderen Seite finde ich – aber es ist auch von außen immer schwer was dazu zu sagen -, dass die GFL, der Vorstand, schon ein bisschen mehr machen könnten. Wir wollten ja auch mit ihnen zusammenarbeiten. Jetzt machen sie es mit Sport 1, was ich auch super finde. Aber man könnte mehr machen. Was ich sehr schade finde ist, dass der Football-Hype der NFL nicht so auf die Stadien übergeht. Ich würde mir so sehr wünschen, dass viel mehr Leute ins Stadion gehen und die GFL gucken. Im Vergleich zu meiner Zeit hat die GFL so einen Riesenschritt nach vorne gemacht, das hat streckenweise College-Niveau, gutes College-Niveau. Ich finde, man sollte den Menschen klar machen, wie geil es ist, sich ein Spiel in Deutschland im Stadion anzugucken.

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SCOUTREPORT: Dieses GFL-Format, das jetzt auf Sport 1 läuft, das war auch mal bei ran im Gespräch?

Jan Stecker: Was für ein Format das geworden wäre, weiß ich nicht genau. Aber zumindest gab es Gespräche damals. Man kann keinem verwehren, dass er sagt: Wir gehen zu Sport 1, weil das besser passt. Ich hätte mich gefreut und da gerne mitgemacht, aber jetzt mache ich das auf anderem Wege, zum Beispiel als Stadionsprecher. Ich liebe das einfach.

Im Podcast spricht Stecker detaillierter über seine Tätigkeiten als Stadionsprecher und seinen Sohnemann, der als Tight End spielt. Den Podcast gibt es exklusiv für Patreon-Supporter von SCOUTREPORT.

Titelfoto: ProSieben MAXX, Morris Mac Matzen

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Written by Chris Höb
Christian Höb ist Chefredakteur von SCOUTREPORT und moderiert die SCOUTREPORT-Webshow. Chris kommentiert außerdem GFL-Spiele der Berlin Rebels. Er ist freier Sportjournalist.

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