Es ist nie zu früh, um mit der Vorbereitung auf den NFL Draft 2021 zu beginnen. Clemsons Quarterback Trevor Lawrence will in sein drittes Endspiel um die Nationale Meisterschaft in Folge. Penei Sewell ist als Offensive Tackle gar in der Diskussion zum Heisman Trophy Gewinner der kommenden Saison. Und natürlich hat auch der letztjährige Champion LSU trotz vieler Abgänge in die NFL wieder großartiges Talent zu bieten.

Hier findest Du nun meine momentan besten fünf Draft Prospects für das nächste Jahr. Basierend auf der Athletik und den bisher gezeigten Leistungen will ich Dir einen ersten Überblick verschaffen und Dir hoffentlich Lust auf die Saison bereiten.

Trevor Lawrence / Quarterback, Clemson

Lawrence besitzt alle athletischen Anlagen, die ein Top Quarterback erfüllen muss und bestätigte seine Leistungen mehr als einmal auf ganz großer Bühne im Spiel um die Nationale Meisterschaft. Er scheint bereits vor der Saison für den Nummer Eins Pick gesetzt zu sein. Ähnlich wie es seinerzeit bei Andrew Luck und Peyton Manning der Fall gewesen ist.

Bereits im ersten Jahr seiner College Karriere begann der Hype um Trevor Lawrence und ebbte bis heute nicht ab. Völlig zurecht, wie ich finde. Selten haben Scouts einen so selbstbewussten und athletischen Quarterback in Augenschein nehmen dürfen, der dazu über ein dermaßen großartiges Armtalent verfügt. Entwickelt er sein Spielverständnis stetig weiter, wird er ein Star in der NFL.

Penei Sewell / Offensive Tackle, Oregon

Es gibt wohl kaum einen Offensive Tackle der in den vergangenen Jahren dominanter am College spielte als Penei Sewell. Da sticht er sogar noch meinen Liebling Jedrick Wills aus dem 2020er Draft aus. Die Chancen auf den Gewinn der Heisman Trophy sind verschwindend gering. Genauso wie die Möglichkeit, dass ein NFL Team ihn im nächsten Draft an Nummer Eins auswählt. Momentan ist Sewell, nach meiner persönlichen Auffassung, der erste Nicht-Quarterback, der gepickt wird.

Der athletische und explosive Offensive Tackle besitzt die perfekten Körpermaße für die Position und ist ein großartiges Kraftpaket. Dazu ist er bereits ein sehr versierter Techniker. 

Ja’Marr Chase / Wide Receiver, LSU

Sein Quarterback spielt nun in der NFL für die Cincinnati Bengals. Doch Chase wird auch seinem neuen Quarterback eine häufig offene Anspielstation bieten und kann hochproduktiv sein. 2019 fing er 84 Pässe von Joe Burrow für 1.780 Yards und 20 Touchdowns. Obwohl sechs Receiver in der ersten Runde gedraftet wurden, gewann er den Biletnikoff Award für den besten Passempfänger des Landes.

Ja’Marr Chase hat ein Gespür für die Schnittstellen in der Verteidigung und nutzt die freien Räume auch nach dem Catch für weitere Yards. Gerade für unerfahrene Quarterbacks ist er damit ein wichtiger Schlüsselspieler. 

Micah Parsons / Linebacker, Penn State

Parsons ist ein großartiges athletisches Talent und Teams finden keinen Linebacker im kommenden Draft, der größere Räume verteidigt als er. Im letzten Jahr knackte er die 100-Tackles-Marke und erzielte dabei fünf Sacks, vier Forced Fumbles und 14 Tackles for Loss.

Beaver Stadium. Foto: Beaver Stadium von Elena Forstner (Instagram: elliipirelli)
Beaver Stadium. Foto: Beaver Stadium von Elena Forstner (Instagram: elliipirelli)

Dabei sollte Parsons auf alle Fälle noch an seiner Technik arbeiten. Herannahende Blocker reiben ihn zu oft auf. Löst er sich da konstanter, kann er noch öfter seine wahnsinnigen Tackling Fähigkeiten auspacken. Beweist er NFL Scouts, dass er sich entwickeln kann, wird er dem Hype des besten Verteidigers im kommenden Draft gerecht. 

Gregory Rousseau / Edge, Miami (FL)

Momentan wird Rousseau noch von einigen als One-Hit-Wonder verschrien. Dabei war es eine Verletzung, die ihn davon abhielt, bereits in seinem Freshman Jahr zu brillieren.

Elitäre Pass Rusher sind in der NFL gefragt. Mit 1,98 Meter Körpergröße und einem Gewicht von 114 Kilogramm erfüllt er athletisch die Anforderungen an ein großartiges Talent auf der Position des Edge Verteidigers. Dazu findet er unterschiedliche Wege um häufig zum gegnerischen Quarterback durchzukommen und lässt sich auch physisch nicht aus der Bahn werfen. Im Schnitt erzielte er über einen Sack pro Spiel. Ich sehe keinen Grund in seinem Spiel, weshalb er solche Leistungen nicht annähernd bestätigen sollte.