GFL Power Ranking: Wo lagen wir richtig, wo falsch?

Ich hatte vor dem ersten Spieltag mein erstes GFL Power Ranking zur Saison erstellt. Wie sehr stimmt das mit dem Tabellen-Endstand der regulären Saison überein?

Die Teams sind wie in meinem ersten Power Ranking gelistet, in Klammern findest Du den tatsächlichen Platz nach Ende der reguläreren Saison.

GFL Nord

  1. New Yorker Lions Braunschweig (1.)
  2. Hildesheim Invaders (3.)
  3. Dresden Monarchs (2.)
  4. Potsdam Royals (6.)
  5. Berlin Rebels (4.)
  6. Cologne Crocodiles (5.)
  7. Düsseldorf Panther (8.)
  8. Kiel Baltic Hurricanes (7.)

GFL Süd

  1. Schwäbisch Hall Unicorns (1.)
  2. Allgäu Comets (6.)
  3. Frankfurt Universe (2.)
  4. Munich Cowboys (7.)
  5. Marburg Mercenaries (3.)
  6. Ingolstadt Dukes (5.)
  7. Kirchdorf Wildcats (8.)
  8. Stuttgart Scorpions (4.)

So liefen die Viertelfinals der GFL-Playoffs

Keine Überraschung in den Viertelfinalspielen der GFL-Playoffs. Die Favoriten setzten sich allesamt, zum Teil mit deutlichem Vorsprung, durch.

Besonders beeindruckend dabei war die Leistung der New Yorker Lions aus Braunschweig. Mit 70:3 schlagen sie die Stuttgart Scorpions. Running Back Chris McClendon erzielte dabei fünf der zehn Braunschweiger Touchdowns. Auch wenn die Lions den vermeintlich einfachsten Gegner in den Playoffs hatten, dürfen das Team getrost als Favorit in das Playoff-Halbfinale gegen die Frankfurt Universe gehen, die sich gegen die Hildesheim Invaders durchsetzten.

GFL Power Ranking von Erik Seewald
GFL Power Ranking von Erik Seewald. Foto: Sonja Matysiak Photography

Dabei mussten die Universe zuerst einen Rückstand verkraften. Touchdown Hildesheim Invaders durch Phillip Gamble – es sollten die einzigen Punkte bleiben. Danach übernahm die Defense der Universe das Geschehen. Unterstützt durch eine solide Offense-Leistung blieb am Ende der Endstand von 28:7 für die Frankfurt Universe.

Auf die starke Defense der Universe kommt nun die heißeste Offense der Liga zu: Die Lions aus Braunschweig erzielten in ihren letzten vier Spielen im Schnitt 67,5 Punkte pro Spiel. Die Universe müssen die Offense-Maschinerie der Lions unbedingt stoppen. Auf ein Punktefestival sollten sich die Frankfurter nicht einlassen.

Hall mit mehr Problemen

Etwas mehr Probleme als Lions und Universe hatten die Schwäbisch Hall Unicorns. Das dominante Team der letzten beiden Jahre bekam es im Viertelfinale mit den Berlin Rebels zu tun. Die Rebels, bekannt für ihre unangenehme Spielweise, hielten lange mit und waren bis zum vierten Viertel immer noch in Schlagdistanz. Die Defense der Rebels stellte die Unicorns oft vor große Probleme. Vier Turnover konnten die Rebels forcieren.

VIDEO: OBJ-Catch aus der Ace-Formation

Dass die Unicorns das Spiel am Ende doch deutlich mit 45:24 gewinnen konnten, spricht für die Klasse des Champions. Für die Rebels, die sich über die letzten Jahre konstant in den Playoffs etablieren konnten, ist es die dritte Viertelfinalniederlage in Schwäbisch Hall in vier Jahren. 2018 verloren die Rebels gegen die Frankfurt Universe. Die Unicorns treffen nun auf die Dresden Monarchs.

Monarchs schlagen Mercenaries

Die Monarchs setzten sich in einem spannenden Spiel gegen die Marburg Mercenaries durch. Mit zwei der Top drei Pass Offenses der Liga war ein Spektakel garantiert. Die über 3000 Fans, die sich im Station in Dresden eingefunden hatten, wurden auch nicht enttäuscht. Nach einer knappen ersten Hälfte drehte sich nach der Pause das berühmte Momentum in Richtung der Monarchs.

VIDEO: Die I-Formation der Packers

Innerhalb von drei Minuten Spielzeit erzielten die Monarchs 14 Punkte und versetzten den Mercenaries einen Schlag, von dem die sich nicht mehr erholen sollten. Am Ende setzen sich die Dresden Monarchs mit 39:22 durch. Die Monarchs verstanden es einfach besser, die Fehler des Gegners konsequent auszunutzen, wobei sie selber nicht fehlerfrei spielten.

Erik Seewald
Autor: Erik Seewald
Erik Seewald ist der Taktik-Experte von SCOUTREPORT – Das American Football Magazin und ist für die Berichterstattung über die GFL zuständig. Er ist seit über einem Jahrzehnt für die Berlin Adler tätig – erst als Spieler, später als Statistiker und Coach. Mit dem Team holte er zweimal den Euro Bowl und einmal den German Bowl.

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