GFL Power Ranking: Lions verteidigen Spitzenplatz gegen Invaders

Die stärksten Teams in der GFL? Experte Erik Seewald (zweimal Eurobowl- und einmal Germanbowl-Sieger mit den Berlin Adlern) analysiert die Teams der German Football League.

GFL Süd

Platz 1: Schwäbisch Hall Unicorns (Vorwoche: Platz 1)

Die Schwäbisch Hall Unicorn bleiben in der Spur. Auch gegen die Kirchdorf Wildcats gibt es einen nie gefährdeten Sieg (Endstand 56:0). Quarterback Jadrian Clark Überzeugt einmal mehr mit 317 Passing Yards und sechs Touchdown Pässen zu sechs verschiedenen Receivern.

Schwäbisch Hall Unicorns
Foto: Schwäbisch Hall Unicorns

Die Defense der Unicorns ist unüberwindbar. Null Punkte und nur 88 zugelassene Offense Yards sprechen für sich.

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Platz 2: Frankfurt Universe (Vorwoche: Platz 2)

Frankfurt Universe hatte spielfrei. Kommendes Wochenende sind die Frankfurter zu Gast bei den Allgäu Comets.

Platz 3: Stuttgart Scorpions (Vorwoche: Platz 4)

Etwas glücklich gewinnen die Stuttgart Scorpions gegen die Munich Cowboys (21:19). In einem spannenden Spiel bei schlechtem Wetter hält der Vorsprung im vierten Viertel nur durch ein verschossenes Fieldgoal der Cowboys sechs Sekunden vor Schluss. Mit dem Sieg gegen die Cowboys verschaffen sich die Scorpions einen Vorteil im Dreikampf um die Playoff-Plätze drei und vier im Süden und klettern auch im Power Ranking auf Platz drei.

Platz 4: Marburg Mercenaries (Vorwoche: Platz 3)

Die Marburg Mercenaries hatten ebenfalls spielfrei. Durch den Sieg der Scorpions gegen die Munich Cowbows fallen die Mercenaries auf Platz vier im Power Ranking. Am Wochenende steht das wichtige Spiel gegen den Playoff-Konkurrenten Stuttgart Scorpions an.

Marburg Mercenaries
Foto: Marburg Mercenaries

 Platz 5: Munich Cowboys (Vorwoche: Platz 5)

Die Munich Cowboys verlieren erneut. In einem dramatischen vierten Viertel und wegen zwei gescheiterten Fieldgoal-Versuchen mit nur wenigen Sekunden zu spielen verlieren die Munich Cowboys gegen die Stuttgart Scorpions 19:21.

Trotz besserer Offense (473 zu 291 Total Offense Yards) können sich die Cowboys aufgrund von zu vielen Turnovern nicht durchsetzen. München bleibt in Lauerstellung und reist diese Woche zu den Kirchdorf Wildcats. Eine Pflichtaufgabe.

Platz 6: Kirchdorf Wildcats (Vorwoche: Platz 6)

Nichts zu holen für die Kirchdorf Wildcats. Gegen souveräne Schwäbisch Hall Unicorns können die Wildcats nichts ausrichten.

Kirchdorf Wildcats

Auch wenn die Defense die beiden US-amerikanischen Receiver Tyler Rutenbeck und Nathaniel Robitaille gut unter Kontrolle hat, ist die variable Offense der Haller einfach zu viel für die Wildcats. Die Kirchdorfer Offense ist überfordert und bringt nur 88 Yards auf den Rasen. Ende der Woche empfangen die Wildcats die Cowboys aus München.

Platz 7: Allgäu Comets (Vorwoche: Platz 7)

Die Comets hatten spielfrei. Vor dem Duell mit den Frankfurt Universe am kommenden Wochenende konnten die Comets entspannen. Wobei: bei vier Niederlagen aus fünf Spielen steht Entspannung vermutlich nicht auf dem Programm.

Allgäu Comets
Foto: Allgäu Comets

Platz 8: Ingolstadt Dukes (Vorwoche: Platz 8)

Auch die Ingolstadt Dukes bekommen eine dringend benötigte Pause. Die zuletzt durch Verletzungen dezimierte Mannschaft muss nun zum Meister nach Schwäbisch Hall reisen.

Ingolstadt Dukes
Foto: Ingolstadt Dukes

GFL Nord

Platz 1: New Yorker Lions Braunschweig (Vorwoche: Platz 1)

Sieg im Spitzenspiel! Die Lions setzen sich gegen den Nachbarn aus Hildesheim durch (Endstand 35:28). Nach ausgeglichener ersten Halbzeit (21:21) haben die Lions in der zweiten Halbzeit das bessere Ende für sich.

Lions Braunschweig
Foto: Lions Braunschweig

Die Touchdowns von Nicolai Schumann und David McCants können die Invaders erst mit auslaufender Uhr im letzten Viertel beantworten. Die Lions nutzen die Fehler des Gegners gnadenlos aus, wandeln vier Turnover der Invaders in 14 Punkte um.

Platz 2: Hildesheim Invaders (Vorwoche: Platz 2)

Erste Saison-Niederlage für die Invaders. In einem knappen Spitzenspiel entscheiden individuelle Fehler das Spiel. Star-Quarterback Casey Therriault kann gegen sein altes Team phasenweise überzeugen (333 Yards und zwei Touchdows), verliert allerdings zwei Bälle.

Defensiv macht den Invaders vor allem das Laufspiel der Lions zu schaffen. Die Invaders begeben sich jetzt in die Sommerpause. Das nächste Spiel bestreiten die Hildesheim Invaders erst am 27. Juli gegen die Kiel Baltic Hurricanes.

Platz 3: Dresden Monarchs (Vorwoche: Platz 3)

Pflichtsieg für die Dresden Monarchs. Gegen geschwächte Cologne Crocodiles kommen die Monarchs zurück in die Erfolgsspur (Endstand 42:7). Damit sichern die Monarchs Platz drei im Power Ranking.

Dresden Monarchs
Foto: Dresden Monarchs

Positiv für die Dresden Monarchs ist auch die Rückkehr von Quarterback Zack Greenlee (21 von 35 Pässen für 264 Yards und zwei Touchdowns). Im Duell der Adligen geht es diese Woche gegen die Potsdam Royals.

Platz 4: Potsdam Royals (Vorwoche: Platz 4)

Nur ein Unentschieden für den Eurobowl-Sieger. Die Royals verschlafen das erste Viertel komplett (0:21). Erst kurz vor der Halbzeit wacht Potsdam auf und schafft dann Mitte des letzten Viertels den Ausgleich. Auch wenn statistisch überlegen (430 zu 269 Offense Yards) erschweren Strafen und drei Interceptions den Royals das Spiel. Um die Playoffs zu sichern, sollte Potsdam im Duell mit den Dresden Monarchs hellwach aus der Kabine kommen.

 Platz 5: Berlin Rebels (Vorwoche: Platz 5)

Pflichtsieg im Rückspiel gegen die Düsseldorf Panther. Ungefährdet fahren die Berlin Rebels im heimischen Mommsenstadion den nächsten Sieg ein (Endstand 55:13). Eine gute Defense-Leistung und 244 Rushing Yards legen den Grundstein für den Heimsieg. Wenn die Hoffnung auf einen Playoff-Platz nicht erlöschen soll, muss diese Woche ein weiterer Sieg folgen – diesmal gegen die Cologne Crocodiles.

Berlin Rebels
Foto: Berlin Rebels

Platz 6: Cologne Crocodiles (Vorwoche: Platz 6)

Dämpfer für die Cologne Crocodiles. Mit einer stark geschwächten Mannschaft verliert das Team bei den Dresden Monarchs 7:42. Ohne Running Back Colby Goodwyn und Quarterback Conor Miller haben die Kölner offensiv wenig zu melden. 66 Passing Yards sind in der Liga einfach zu wenig. Köln bleibt aber aufgrund des direkten Vergleiches vor den Kiel Baltic Hurricanes und behauptet Platz sechs im Power Ranking.

GFL Power Ranking von Erik Seewald
Das GFL Power Ranking von Erik Seewald. Foto: Sonja Matysiak Photography

Platz 7: Kiel Baltic Hurricanes (Vorwoche: Platz 7)

Punktgewinn für die Kiel Baltic Hurricanes. Dank eines starken ersten Viertels (21:0) können die Canes den Royals einen Punkt abtrotzen. Mit drei Pluspunkten hat man einen komfortablen Vorsprung auf den Relegationsplatz, kommt aber über Platz sieben im Power Ranking nicht hinaus. Dafür ist der Abstand zu Köln und Potsdam zu groß. Vor der Sommerpause müssen die Kieler noch zum wichtigen Spiel nach Düsseldorf. Dort kann man den sportlichen Klassenerhalt praktisch perfekt machen.

Platz 8: Düsseldorf Panther (Vorwoche: Platz 8)

Die Düsseldorf Panther verlieren auch das direkte Rückspiel bei den Berlin Rebels (13:55). Erwartungsgemäß haben die Panther der guten Berliner Defense wenig entgegenzusetzen.

Panther Düsseldorf
Foto: Düsseldorf Panther

Für die Panther reicht es einfach nicht in dieser Saison, das sieht das Team auch selbst so. 177 Offense Yards und ein nicht existentes Laufspiel sind zu wenig, um gegen Berlin zu gewinnen. Diese Woche erwarten die Panther die Kiel Baltic Hurricanes.

Mehr GFL auf SCOUTREPORT

Das nächste GFL Power Ranking auf SCOUTREPORT gibt es am 3. Juli 2019.

Autor: Erik Seewald
Erik Seewald ist ein ehemaliger Spieler der Berlin Adler. Mit dem Team holte er zweimal den Euro Bowl und einmal den German Bowl. Erik ist regelmäßig als Experte in der SCOUTREPORT Show zu Gast und auch als Experte bei Football-Live-Übertragungen tätig.

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