GFL Power Ranking: Lions und Unicorns weiter an der Spitze

Wer sind die stärksten Teams in GFL Nord und GFL Süd? Football-Experte Erik Seewald liefert Dir jede Woche sein Power Ranking.

Ex-Berlin-Adler-Spieler Erik Seewald hat selbst in der Liga gespielt, einmal den German Bowl und zweimal den Euro Bowl gewonnen. Das Power Ranking ist subjektiv und entspricht Eriks Meinung.

GFL Süd

Platz 1: Schwäbisch Hall Unicorns (Vorwoche: Platz 1)

Die Schwäbisch Hall Unicorns fahren ihren saisonübergreifend 39. Sieg in Serie ein. Im Topspiel der GFL Süd schlagen die Unicorns klar die bis dahin unbesiegten Stuttgart Scorpions mit 63:13. Schon im ersten Viertel führen die Haller mit vier Touchdowns.

Schwäbisch Hall Unicorns
Foto: Schwäbisch Hall Unicorns

Auch in den kommenden Wochen wird es für die Gegner nicht einfacher. Unicorns-Quarterback Jadrian Clark ist jetzt irischer Staatsbürger. Somit dürfen offensiv zwei US-Imports mit Clark auf dem Feld stehen.

Platz 2: Frankfurt Universe (Vorwoche: Platz 2)

Frankfurt bleibt ärgster Verfolger der Unicorns im Süden mit einem nie gefährdeten 37:13-Sieg gegen die Ingolstadt Dukes. Offense und Defense der Universe sind gut drauf. Einzig 92 Yards Strafen trüben den sonst gelungenen Auftritt. 

Frankfurt Universe
Foto: Frankfurt Universe

Platz 3: Munich Cowboys (Vorwoche: Platz 4)

Die Munich Cowboys schaffen gegen gehemmt wirkende Allgäu Comets den Turnaround und gewinnen nach zuvor zwei Niederlagen wieder ein GFL-Spiel. Kurz nach der Pause führen die Cowboys klar mit 24:3, ehe ein wahres Turnover-Festival beginnt.

Beim Stand von 24:10 gibt es auf beiden Seiten insgesamt fünf Turnover in rascher Abfolge. Die Cowboys nutzen allerdings den entscheidenden Fumble der Comets aus und gewinnen nicht nur das Spiel mit 31:16, sondern erobern auch Platz drei im Power Ranking.

Platz 4: Stuttgart Scorpions (Vorwoche: Platz 3)

Überraschend klar müssen sich die Stuttgart Scorpions im Spitzenspiel der GFL Süd geschlagen geben. Das 13:63 gegen die scheinbar übermächtigen Schwäbisch Hall Unicorns bedeutet auch den Verlust des dritten Platzes in meinem Power Ranking. Am 1. Juni geht es für die Scorpions zu den bisher sieglosen Kirchdorf Wildcats.

Platz 5: Marburg Mercenaries (Vorwoche: Platz 8)

Die Marburg Mercenaries schaffen den Befreiungsschlag. Gegen die Kirchdorf Wildcats kann sich das Team knapp durchsetzen (55:49) und sichert sich zwei wichtige Punkte. Durch eine konzentrierte Leistung erholt sich Marburg in der zweiten Hälfte von einem Rückstand.

Marburg Mercenaries
Foto: Marburg Mercenaries

Platz 6: Allgäu Comets (Vorwoche: Platz 5)

Die Allgäu Comets verlieren auch ihr zweites Saisonspiel. Gegen die Munich Cowboys (16:31) gibt es zumindest die ersten eigenen Punkte für die Mannschaft aus Kempten.

Allgäu Comets
Foto: Allgäu Comets

In einem teils hektischen Spiel finden die Comets nicht zu ihrer Offensiv-Form aus dem vergangenen Jahr. Die nächsten Gegner: Munich Cowboys, Ingolstadt Dukes und Kirchdorf Wildcats.

Platz 7: Ingolstadt Dukes (Vorwoche: Platz 6)

Die noch sieglosen Ingolstadt Dukes können auch gegen Frankfurt Universe nicht überzeugen und müssen sich 13:37 geschlagen geben. Nach früher Hoffnung durch einen Interception-Return-Touchdown durch Defensive Back Luca Fegebank können Offense und Defense das Niveau nicht halten. Die Dukes müssen ihre Punkte gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte holen.

Ingolstadt Dukes
Foto: Ingolstadt Dukes

Platz 8: Kirchdorf Wildcats (Vorwoche: Platz 7)

Es geht weiter abwärts für die Kirchdorf Wildcats. Nach der Niederlage gegen die Marburg Mercenaries (49:55) fallen die Wildcats auf den letzten Platz im Power-Ranking. Zu viele Strafen und eine überforderte Defense können nicht kompensiert werden. Kleiner Trost: mit auslaufender Uhr hatten die Wildcats die Chance auf den Sieg.

Kirchdorf Wildcats
Foto: Kirchdorf Wildcats

GFL Nord

Platz 1: New Yorker Lions Braunschweig (Vorwoche: Platz 1)

Die Braunschweig Lions drehen zum zweiten Mal in Serie einen Pausenrückstand. Gegen die Potsdam Royals mit Ersatzquarterback Paul Zimmermann siegen die Lions nach einer überragenden Leistung in der zweiten Halbzeit mit 35:14.

Lions Braunschweig
Foto: Lions Braunschweig

Die Defense der Lions lässt nach der Pause keine Punkte mehr zu. Quarterback Brandon Connette überzeugt mit vier Rushing-Touchdowns. Diese Woche geht es im Spitzenspiel gegen die Dresden Monarchs.

Platz 2: Dresden Monarchs (Vorwoche: Platz 3)

Dresden sichert sich gegen die Cologne Crocodiles den dritten Sieg im dritten Spiel. In einem von den Defense-Reihen dominierten Spiel setzen sich die Monarchs mit 17:0 durch. Nächster Gegner für Dresden: die New Yorker Lions Braunschweig

Dresden Monarchs
Foto: Dresden Monarchs

Platz 3: Hildesheim Invaders (Vorwoche: Platz 2)

Die beste Offense der Liga macht ihrem Namen alle Ehre: Mit 56:41 besiegen die Hildesheim Invaders um Quarterback Casey Therriault die Berlin Rebels. In dem offensiven Schlagabtausch behalten die Invaders dank der größeren Konstanz in der Offense die Oberhand. Endgültig den Deckel drauf macht Defensive Back Corvin Hennig mit der Interception im vierten Viertel.

Im Power Ranking geht es aufgrund der schwachen Defense-Leistung einen Platz nach unten. Gegen die Top-Teams der Liga dürfen die Invaders nicht so viele Punkte zulassen. Weiterhin ein Problem: eigene Strafen.

GFL Power Ranking von Erik Seewald
Erik Seewald ist GFL-Experte von SCOUTREPORT – Das American Football Magazin. Foto: Sonja Matysiak Photography

Platz 4: Potsdam Royals (Vorwoche: Platz 4)

Die Potsdam Royals verlieren gegen die Lions Braunschweig verdient mit 14:35. In der ersten Halbzeit profitieren die Royals noch von Fehlern und Unkonzentriertheiten der Lions.

Den Halbzeit-Adjustments der Lions hat Potsdam allerdings nichts mehr entgegenzusetzen. Nach einem spielfreien Wochenende kommt es am 15. Juni zum Rückspiel. Vielleicht wird Potsdam bis dahin personell auf der Quarterback-Position noch einmal aufrüsten.

Platz 5: Kiel Baltic Hurricanes (Vorwoche: Platz 6)

Das muss sich gut angefühlt haben! Nach turbulenter Offseason gewinnen die Kiel Baltic Hurricanes ihr erstes Spiel in dieser Saison mit 37:17 gegen die Düsseldorf Panther. Mit einem Sieg und einer Niederlage scheint für die Hurricanes wieder alles möglich.

Ob das Team Ende der Saison um die Playoffs oder gegen den Abstieg spielen wird? Klarheit erhoffe ich mir am 1. Juni. Dann trifft Kiel auf die Cologne Crocodiles.

 Platz 6: Berlin Rebels (Vorwoche: Platz 5)

Die Berlin Rebels können auch im dritten Spiel in Serie eine Halbzeitführung nicht über Zeit bringen. Die Berliner verlieren 41:56 gegen die Hildesheim Invaders.

Berlin Rebels
Foto: Berlin Rebels

Ersatzgeschwächt durch die Verletzungen von Linebacker Rory Johnson und Safety Paul Morant liefern die Rebels eine überraschend starke Leistung gegen die beste Offense der Liga. Allerdings geht der Mannschaft von Headcoach Kim Kuci wieder die Luft aus.

Platz 7: Cologne Crocodiles (Vorwoche: Platz 7)

Die Cologne Crocodiles bleiben auch mit neuem Quarterback sieglos. Im Angriff fehlt Quarterback Conor Miller noch die Abstimmung mit seinen Vorderleuten. Selbst Running Back Colby Goodwyn (129 Rushing Yards) kann das nicht kompensieren und so bleiben die Crocodiles bei der Partie gegen die Dresden Monarchs ohne Punkte (0:17).

Mit nur 6,75 Punkten pro Spiel hat Köln die schlechteste Offense der GFL. Gegen Kiel erhoffen sich die Crocodiles am kommenden Samstag den Befreiungsschlag.

Platz 8: Düsseldorf Panther (Vorwoche: Platz 8)

Nichts zu holen gibt es für die Düsseldorf Panther bei den Kiel Baltic Hurricanes. Bei der vierten Saison-Niederlage (Endstand 17:37) können die Panther erst im vierten Viertel Touchdowns erzielen. Die Aufholjagd kommt zu spät.

Panther Düssseldorf
Foto: Düssseldorf Panther

Für die Panther werden wohl nur die Duelle gegen die Cologne Crocodiles bleiben, um Siege einzufahren.

Weitere GFL-News:

Das nächste GFL Power Ranking erscheint am 6. Juni.

Autor: Erik Seewald
Erik Seewald ist ein ehemaliger Spieler der Berlin Adler. Mit dem Team holte er zweimal den Euro Bowl und einmal den German Bowl. Erik ist regelmäßig als Experte in der SCOUTREPORT Show zu Gast und auch als Experte bei Football-Live-Übertragungen tätig.

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