GFL Power Ranking: Dresden Monarchs fliegen aus Top 3

Die Dresden Monarchs werden im Power Ranking von den Berlin Rebels von Platz drei verdrängt. In der GFL Süd gibt es ein neues Schlusslicht im Ranking von GFL-Expere Erik Seewald.

GFL Süd

Platz 1: Schwäbisch Hall Unicorns (Vorwoche: Platz 1)

Die Schwäbisch Hall Unicorns hatten wieder spielfrei. Am Sonntag (1. September) greifen die Unicorns wieder ins Geschehen ein. Zweimal geht es noch gegen die Allgäu Comets. Für die Unicorns wird es darum gehen, wieder den Spielrhythmus zu finden und die eigene Siegessträhne nicht abreißen zu lassen.

Schwäbisch Hall Unicorns
Foto: Schwäbisch Hall Unicorns

Da im Kampf um die Playoff-Platzierungen in der GFL Nord noch einmal Spannung aufgekommen ist, können sich die Unicorns noch nicht vollends auf einen Gegner vorbereiten. Die Dresden Monarchs oder die Berlin Rebels werden zum Viertelfinale nach Schwäbisch Hall kommen.

Platz 2: Frankfurt Universe (Vorwoche: Platz 2)

Frankfurt Universe kommt in Schwung. Pünktlich zum Ende der regulären Saison spielen die Universe besten Football. Vor allem die Offense liefert in den vergangenen Wochen. Nach 51 Punkten gegen die Stuttgart Scorpions erzielen die Universe diesmal 55 Punkte gegen die Kirchdorf Wildcats (Endstand 55:28). Dabei kommt die Offense auf über 600 Yards. Running Back Justin Rodney erläuft alleine vier Touchdowns.

Frankfurt Universe
Foto: Frankfurt Universe

Die Universe sind sicher zweiter der GFL Süd und freuen sich auf Heimrecht im Viertelfinale. Bis dahin müssen die Universe noch zwei Spiele bestreiten. Gegen die Playoff-Kandidaten Stuttgart Scorpions und die Marburg Mercenaries bereiten sich die Universe mit hochkarätigen Spielen auf die Playoffs vor.

Platz 3: Marburg Mercenaries (Vorwoche: Platz 3)

Klarer Sieg für Marburg. Die Mercenaries gewinnen gegen die Allgäu Comets mit 36:15. Mit diesem Sieg sichern die Mercenaries Platz drei in der GFL Süd ab. Nach der Niederlage im Hinspiel können die Mercenaries diese Partie früh entscheiden und lassen dem Gegner erst im Schlussviertel Raum.

Marburg Mercenaries
Foto: Marburg Mercenaries

Für Marburg wartet zum Abschluss der Saison noch das Spiel bei den Frankfurt Universe. Bis dahin gilt es, die gute Form zu konservieren und sich auf die Playoffs vorzubereiten. Im Playoff-Viertelfinale werden die Mercenaries entweder auf die Hildesheim Invaders oder die Dresden Monarchs treffen.

Platz 4: Ingolstadt Dukes (Vorwoche: Platz 6)

Dukes sicher gerettet: Die Ingolstadt Dukes schaffen aus eigener Kraft den Klassenerhalt und können sich nun noch berechtigte Hoffnungen auf die Playoffs machen. Beim Sieg gegen die Munich Cowboys (28:11) überzeugt vor allem die Defense. Diese lässt keinen Touchdown zu und erzwingt zwei Turnover.

Ingolstadt Dukes
Foto: Ingolstadt Dukes

Die Dukes haben nun acht Punkte. In den verbleibenden beiden Spielen gegen die Munich Cowboys und die Stuttgart Scorpions müssen die Dukes siegen, damit es mit den Playoffs klappt. Gegen Stuttgart muss ein Sieg mit mindestens sieben Punkten Vorsprung her, um den direkten Vergleich zu gewinnen. Zusätzlich muss Stuttgart gegen Frankfurt verlieren und die Comets dürfen gegen die Unicorns nicht zweimal gewinnen. Am 7. September könnte es am letzten Spieltag zum Showdown zwischen den Stuttgart Scorpions und den Ingolstadt Dukes kommen. Spätestens dann wird sich entscheiden, wer in die Playoffs kommt.

Platz 5: Stuttgart Scorpions (Vorwoche: Platz 5)

Die Scorpions hatten spielfrei. Mit noch zwei zu spielenden Spielen, liegen die Stuttgarter mit 12:12 Punkten auf Platz vier in der Tabelle der GFL Süd. Allerdings holen die Ingolstadt Dukes mit großen Schritten auf. Nach dem Spiel gegen die Frankfurt Universe könnte es am letzten Spieltag zu Showdown um den letzten Playoffplatz in der GFL Süd kommen. Dann treffen die Stuttgart Scorpions auf die Ingolstadt Dukes.

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Die Scorpions dürfen dieses Spiel mit nicht mehr als sieben Punkten verlieren. Sonst gehen die Dukes in die Playoffs und den Scorpions bleibt nur Platz fünf. Für dieses Szenario müssen die Dukes am Samstag (31. August) gegen die Munich Cowboys gewinnen und die Scorpions gegen die Frankfurt Universe verlieren. Ich sehe die Dukes zurzeit vorn. Deswegen bleiben die Scorpions auf Platz fünf im Power Ranking.

Platz 6: Allgäu Comets (Vorwoche: Platz 4)

Die Allgäu Comets verlieren gegen die Marburg Mercenaries (15:36) und verpassen damit den Riesenschritt in Richtung Playoffs. Die Comets können erst im Schlussviertel an ihre offensiven Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen. Über drei Viertel wird die Offense von der Marburger Defense gut in Schach gehalten.

Allgäu Comets
Foto: Allgäu Comets

Für die Comets geht es zum Abschluss noch zweimal gegen den Meister aus Schwäbisch Hall. Die Unicorns werden den Comets nichts schenken, auch wenn die Südmeisterschaft schon feststeht. Für die Comets bietet sich die Chance, die Siegesserie der Unicorns zu beenden und die Chance auf die Playoffs zu erhalten.

Platz 7: Kirchdorf Wildcats (Vorwoche: Platz 8)

Niederlage zum Abschluss. Die Kirchdorf Wildcats gegen die Frankfurt Universe mit 28:55. Die Wildcats können nur im ersten Viertel mithalten. Danach übernimmt die Offense der Frankfurter vollends das Kommando und setzt sich ab. Die Wildcats beenden als erstes Team die reguläre GFL-Saison (5:23 Punkte).

Kirchdorf Wildcats
Foto: Kirchdorf Wildcats

Sie können sich allerdings noch nicht ganz in die Offseason verabschieden. Holen die Munich Cowboys am Samstag (31. August) mindestens ein Unentschieden gegen die Ingolstadt Dukes, müssen die Wildcats in die Relegation. Verliert München, sind die Wildcats gerettet und können ein weiteres Jahr GFL spielen. Nach dem Aufstieg 2017 und drei Siegen in 2018 holen die Wildcats einen Punkt weniger als im vergangenen Jahr.

Platz 8: Munich Cowboys (Vorwoche: Platz 7)

Noch eine Niederlage für die Cowboys. Die Niederlagenserie der Munich Cowboys reißt auch gegen die Ingolstadt Dukes nicht ab (Endstand 11:28). Mit einer besseren, aber nicht ausreichenden Offense-Leistung verpassen es die Cowboys, auch in diesem Spiel einen Touchdown zu erzielen. Den letzten Gang in die gegnerische Endzone gab es für die Cowboys vor drei Spielen.

In den vergangenen drei Partien erzielten die Cowboys nur elf Punkte. Die letzte Chance der Cowboys, die Relegation zu vermeiden, ist ein Punktgewinn gegen die Ingolstadt Dukes im kommenden Spiel am Samstag (31. August). Sonst muss das Team um Backup-Quarterback Manuel Engelmann, der den immer noch verletzten Brady Bolles vertritt, in die Relegation. Ohne weitere Punkte in der Tabelle verlieren die Cowboys den direkten Vergleich gegen die Kirchdorf Wildcats denkbar knapp. Nach einem Unentschieden zum Saisonauftakt trennten die Teams nur ein Punkt im Rückspiel, das die Wildcats mit 19:18 für sich entscheiden konnten.

GFL Nord

Platz 1: New Yorker Lions Braunschweig (Vorwoche: Platz 1)

Zehn Touchdowns für die Lions. Die New Yorker Lions gewinnen standesgemäß gegen die Düsseldorf Panther (70:14). Nach verschlafenem Start und Rückstand im ersten Viertel legt die Angriffsmaschinerie der Lions so richtig los. Insgesamt zehn Touchdowns erzielt die Lions Offense. Mit 430 Rushing Yards und 226 Passing Yards überzeugen die Braunschweiger und scheinen schon in Playoff-Form. Chris McClendon ist Mann des Spiels mit 243 Rushing Yards und drei Rushing Touchdowns.

Lions Braunschweig
Foto: Lions Braunschweig

Die Lions sind damit auch offiziell Meister der GFL Nord. Zum Abschluss der regulären Saison warten nun noch einmal Düsseldorf und einmal Kiel. Diese Spiele werden die Lions als Vorbereitung auf die Playoffs nutzen. Es geht darum, den Rhythmus nicht zu verlieren und weiter Selbstvertrauen zu tanken.

Platz 2: Hildesheim Invaders (Vorwoche: Platz 2)

Zweite Niederlage in Serie für die Hildesheim Invaders. Ohne ihren verletzten Star-Quarterback Casey Therriault verlieren die Invaders gegen die Cologne Crocodiles (0:14). Ohne Nate Morris und Jaleel Awini fehlen Ersatz-Quarterback Chris Andrews allerdings die Anspielstationen, sodass die Offense der Invaders nur auf 129 Yards kommt und keine Punkte erzielen kann.

Die Invaders müssen vor dem schweren Spiel gegen die Dresden Monarchs hoffen, dass ihr Stamm-Quarterback schnell wieder fit wird. Verliert das Team gegen Dresden, ist sogar noch Platz zwei in der GFL Nord und das damit verbundene Heimrecht im Viertelfinale in Gefahr. Die Invaders gehen mit fallender Formkurve in die entscheidende Phase der Saison. Wird Therriault wieder fit und kann auf dem Niveau vom Anfang der Saison performen, können die Invaders weit kommen. Ohne ihn sieht der Ausblick nicht so rosig aus.

Platz 3: Berlin Rebels (Vorwoche: Platz 4)

Sicher in den Playoffs. Nach dem Sieg über die Dresden Monarchs (Endstand 16:13) stehen die Berlin Rebels wieder in den Playoffs. In einem umkämpften Spiel legen die Rebels den Grundstein für den Sieg in der ersten Halbzeit. Die Monarchs verlieren in Hälfte eins dreimal den Ball (eine Interception, zwei Fumbles), die Rebels verwandeln das in 13 Punkte. Die Aufholjagd der Monarchs stoppen die Rebels dann in der zweiten Halbzeit, auch ohne noch eigene Punkte zu erzielen.

Berlin Rebels
Foto: Berlin Rebels

Die Rebels rücken damit vor dem Rückspiel weiter auf die Monarchs auf und können mit einem weiteren Sieg gegen die Dresdner Platz drei in der Tabelle erreichen. Aufgrund des direkten Vergleiches steigen die Rebels einen Rang im Power Ranking und ziehen an den Monarchs vorbei.

Platz 4: Dresden Monarchs (Vorwoche: Platz 3)

Vermeidbare Niederlage gegen die Rebels. Die Dresden Monarchs verlieren das erste der beiden Spiele gegen die Berlin Rebels (13:16). Trotz einer Aufholjagd im dritten Viertel und der Chance, das Spiel noch mit dem letzten Play zu entscheiden, reicht es nicht mehr zum Sieg. Die Fehler in der ersten Halbzeit können nicht mehr aufgeholt werden.

Dresden Monarchs
Foto: Dresden Monarchs

Für die Monarchs ist zwischen Platz zwei und vier noch alles möglich in der GFL Nord. Gewinnen die Monarchs ihre restlichen beiden Spiele gegen die Hildesheim Invaders und die Berlin Rebels jeweils mit mehr als vier, respektive drei Punkten, stehen die Monarchs auf Platz zwei der Tabelle und hätten damit Heimrecht im Viertelfinale der Playoffs. Verlieren die Monarchs beide Spiele, bleibt nur Platz vier und das Team muss beim Meister in Schwäbisch Hall antreten.

Platz 5: Cologne Crocodiles (Vorwoche: Platz 5)

Das war es mit den Playoffs für die Crocodiles. Trotz des Sieges über die Hildesheim Invaders (14:0) können die Cologne Crocodiles die Playoffs nicht mehr erreichen, da die Rebels überraschend gegen die Dresden Monarchs gewinnen. Die Crocodiles könnten noch mit den Rebels gleichziehen, die allerdings den direkten Vergleich gewinnen.

GFL Power Ranking von Erik Seewald
Erik Seewald liefert Dir jede Woche sein GFL Power Ranking. Foto: Sonja Matysiak Photography

Damit geht es für die Crocodiles nur noch im die Platzierungen in der GFL Nord. Am Sonntag (1. September) empfangen die Crocodiles die Potsdam Royals. Bei diesem Spiel geht es um die Platzierungen fünf und sechs. Zum Abschluss reisen die Kölner noch zum Derby nach Düsseldorf.

Platz 6: Potsdam Royals (Vorwoche: Platz 6)

Klarer Sieg für die Royals. Die Potsdam Royals gewinnen gegen die Kiel Baltic Hurricanes mit 29:0. Die Royals können in einem schwachen Spiel, in dem es um nichts mehr geht, ihre Rushing Offense etablieren und vor allem in der zweiten Hälfte Punkte auf das Scoreboard bringen. Die Defense der Royals lässt keine Punkte zu, erlaubt Kiel nur vier First Downs und 84 Offense Yards. Potsdam läuft für 255 Yards.

Für die Royals geht es in den letzten beiden Spielen um nichts Zählbares mehr. Mit dem Abstieg und den Playoffs haben die Royals nichts zu tun, sodass in den verbleibenden zwei Spielen gegen die Cologne Crocodiles und die Hildesheim Invaders unerfahrene und junge Spieler wohl etwas Spielpraxis sammeln dürften. Vielleicht zeigt sich hier schon, wer im kommenden Jahr noch eine Option für die Royals ist, und wer nicht.

Platz 7: Kiel Baltic Hurricanes (Vorwoche: Platz 7)

Nächste Niederlage für die Hurricanes. Gegen die Potsdam Royals liefert die Offense der Kiel Baltic Hurricanes eine bemitleidenswerte Leistung ab: keine Punkte, vier First Downs, 84 Yards. Das ist alles, was die Hurricanes offensiv zustande bringen. Folgerichtig verlieren die Kieler mit 0:29.

Kiel wird die Saison mit Spielen gegen die Berlin Rebels und die New Yorker Lions aus Braunschweig beenden. In diesen Spielen geht es für die Canes nur noch um die Ehre. Es bietet sich die Möglichkeit, zu scouten, wer im kommenden Jahr noch Teil der Canes sein wird und wer nicht. Mit den Elmshorn Fighting Pirates könnte sich ein Konkurrent aus der Region auf den Weg in die GFL machen. Der Kampf um die Verpflichtung von Spielern im Norden wird nicht lange auf sich warten lassen.

Platz 8: Düsseldorf Panther (Vorwoche: Platz 8)

Jetzt ist es offiziell: Die Düsseldorf Panther müssen in die Relegation und kämpfen dort um ihren Verbleib in der GFL. Gegen die New Yorker Lions aus Braunschweig gehen die Panther zwar in Führung, können danach aber nicht mehr mithalten (Endstand 14:70). Sie kassieren zehn Touchdowns. Auch in der eigenen Offense läuft wenig zusammen.

Panther Düsseldorf
Foto: Düsseldorf Panther

Mut machen sollte die Leistung der Offensive Line. Diese lässt keinen Sack der Lions zu und kann immerhin für 84 Yards laufen lassen. Für die Panther warten mit den Lions und den Cologne Crocodiles noch zwei schwere Gegner. Gegen die Crocodiles wollen die Panther noch einmal groß aufspielen. Immerhin ist es ein Derby. In der Relegation warten dann die noch immer ungeschlagenen Elmshorn Fighting Pirates.

Das nächste GFL Power Ranking erscheint am 4. September.

Written by Erik Seewald
Erik Seewald ist ein ehemaliger Spieler der Berlin Adler. Mit dem Team holte er zweimal den Euro Bowl und einmal den German Bowl. Erik ist regelmäßig als Experte in der SCOUTREPORT Show zu Gast und auch als Experte bei Football-Live-Übertragungen tätig.

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