GFL Power Ranking: Comets schaffen Befreiungsschlag

Das GFL Power Ranking von Erik Seewald! Der GFL-Experte liefert Dir jede Woche bei SCOUTREPORT – Das American Football Magazin seine Liste mit den Teams, so wie er sie sieht. Das Ranking entspricht Eriks Meinung.

GFL Süd

Platz 1: Schwäbisch Hall Unicorns (Vorwoche: Platz 1)

Die Schwäbisch Hall Unicorns wirken beim Auswärtssieg gegen die Munich Cowboys (48:14) etwas eingerostet. Die fehlende Spielpraxis ist dem Titelverteidiger nach vier spielfreien Wochen in der ersten Halbzeit noch anzumerken (Halbzeitstand 10:14). Danach entscheidet das Team Hälfte zwei standesgemäß mit 35:0 für sich. Die Wende bringt Junior Nkembi, der den Opening Kickoff der zweiten Halbzeit über 98 Yards in die Endzone der Cowboys trägt.

Schwäbisch Hall Unicorns
Foto: Schwäbisch Hall Unicorns

Platz 2: Frankfurt Universe (Vorwoche: Platz 2)

Guter Einstieg für den Neuzugang. Beim 38:17 Auswärtssieg der Frankfurt Universe gegen die Kirchdorf Wildcats fügt sich Anthony Mahoungou nahtlos in die Offense der Universe ein. Vier Catches für 121 Yards und zwei Touchdowns sind aber nicht die beste Receiver-Leistung an diesem Spieltag. Anthony Brooks fängt sieben Pässe für 130 Yards und drei Touchdowns. Mit ihrem neuen Reiceiver-Duo untermauert Universe seinen Anspruch auf den German Bowl. Das Endspiel findet in Frankfurt statt.

Frankfurt Universe
Foto: Frankfurt Universe

Platz 3: Marburg Mercenaries (Vorwoche: Platz 3)

Pflichtsieg für die Marburg Mercenaries. Mit einem knappen 40:33 sichert sich der Klub Platz drei in meinem GFL Power Ranking. Die Partie entscheidet sich erst im vierten Viertel, das Marburg mit 21:14 gewinnt. Am Sonntag (4. August) empfangen die Mercenaries den amtierenden Meister aus Schwäbisch Hall.

GFL Power Ranking von Erik Seewald
Ex-GFL-Spieler Erik Seewald liefert Dir jede Woche sein GFL Power Ranking. Foto: Sonja Matysiak Photography

Platz 4: Stuttgart Scorpions (Vorwoche: Platz 4)

Rückschlag für die Stuttgart Scorpions: Mit einer unerwarteten Niederlage beginnen die Scorpions die Rückrunde (21:40). Dabei lag das Team sogar 21:7 in Führung. Doch im dritten Viertel drehen die relegationsgefährdeten Allgäu Comets die Partie. Das Rückspiel findet am Samstag (3. August) statt.

Platz 5: Kirchdorf Wildcats (Vorwoche: Platz 5)

Niederlage für die Wildcats. Mit dem 17:38 gegen die Frankfurt Universe müssen die Wildcats ihre kleinen Playoff-Hoffnungen endgültig begraben. Über drei Viertel können die Wildcats keine Punkte erzielen. Am Samstag (3. August) empfangen die Kirchdorf Wildcats die Ingolstadt Dukes.

Kirchdorf Wildcats
Foto: Kirchdorf Wildcats

Platz 6: Munich Cowboys (Vorwoche: Platz 6)

Guter Auftritt der Munich Cowboys. Gegen den Meister aus Schwäbisch Hall nutzen die Cowboys mangelnde Spielpraxis der Unicorns in der ersten Halbzeit. Zum Sieg reicht es allerdings nicht, da die Cowboys in der zweiten Halbzeit keine Punkte mehr erzielen können (Endstand 14:48). Die 14 Punkte sind wegen der starken Defense der Unicorns dennoch ein Achtungserfolg.

Platz 7: Allgäu Comets (Vorwoche: Platz 8)

Befreiungsschlag für die Comets: Durch einen unerwarteten Sieg über die Stuttgart Scorpions (40:21) verlassen die Comets den Relegationsplatz. 21 Punkte nach Turnovern des Gegners sichern den Comets den Sieg in der zweiten Halbzeit. Mann des Spiels ist Quarterback Raleigh Yeldell mit insgesamt fünf Touchdowns (vier Rushing, ein Passing).

Allgäu Comets
Foto: Allgäu Comets

Platz 8: Ingolstadt Dukes (Vorwoche: Platz 7)

Doppelt bitter für die Dukes: Erst gibt das Team im vierten Viertel einen möglichen Sieg gegen einen Playoff-Kandidaten den Sieg aus der Hand. Dann gewinnt auch noch der direkte Konkurrent um die Relegation bei einem Playoff-Kandidaten.

Ingolstadt Dukes
Foto: Ingolstadt Dukes

Dadurch fallen die die Dukes nach ihrer Niederlage gegen die Marburg Mercenaries (33:40) wieder auf den letzten Platz im GFL Power Ranking und könnten trotz gewonnenem direkten Vergleich gegen die Allgäu Comets in die Relegation rutschen.

GFL Nord

Platz 1: New Yorker Lions Braunschweig (zuvor: Platz 1)

Sieg gegen den Angstgegner des vergangenen Jahres. Mit einem kontrollierten Sieg gegen die Berlin Rebels beginnen die New Yorker Lions Braunschweig die Rückrunde (Endstand 34:9). Quarterback Brandon Connette ist an diesem Spieltag eine Effizienz-Maschine. Jeder vierte seiner 16 Pässe ist ein Touchdown.

Lions Braunschweig
Foto: Lions Braunschweig

Platz 2: Hildesheim Invaders (zuvor: Platz 2)

Sieg gegen Kiel. Die Hildesheim Invaders setzen sich erwartungsgemäß gegen die Kiel Baltic Hurricanes durch (27:7). Dabei setzen die Invaders ungewohnt oft auf das Laufspiel (200 Yards). Komplettiert wird die ausgewogene Offense-Leistung mit 206 Yards von Quarterback Casey Therriault, der auch zwei Touchdown-Pässe wirft.

Platz 3: Dresden Monarchs (zuvor: Platz 3)

Sieg der Monarchs. Standesgemäß schlagen die Dresden Monarchs die Düsseldorf Panther (Endstand 38:7). Die Monarchs überzeugen mit effektivem Passspiel. Quarterback Zack Greenlee wirft für 395 Yards und fünf Touchdowns bei einer Interception. Am Samstag (3. August) empfangen die Monarchs die Potsdam Royals zum Duell der Adligen.

Dresden Monarchs
Foto: Dresden Monarchs

Platz 4: Cologne Crocodiles (zuvor: Platz 6)

Ein Sieg für die Playoffs? Die Cologne Corcodiles gewinnen gegen die Potsdam Royals und wahren ihre Chancen auf die Playoffs. Das 26:14 ist ein verdienter Sieg für Köln. Wenn die Crocodiles aus den nächsten vier Spielen drei Siege holen, sind die Playoffs in Reichweite.

Platz 5: Potsdam Royals (zuvor: Platz 4)

Bitter für Potsdam. Im Rennen um die Playoff-Plätze müssen die Royals einen Rückschlag hinnehmen. Gegen die Cologne Crocodiles verliert das Team mit 14:26. Nun müssen die Royals schon fast fünf Siege aus sechs Spielen holen, um die Playoffs erreichen zu können.

Platz 6: Berlin Rebels (zuvor: Platz 5)

Niederlage für die Berlin Rebels. Gegen starke New Yorker Lions müssen sich die Hauptstädter am Ende deutlich geschlagen geben (Endstand 9:34). Um die Playoffs noch erreichen zu können, müssen die Rebels aus heutiger Sicht entweder Dresden oder Hildesheim schlagen.

Berlin Rebels
Foto: Berlin Rebels

Platz 7: Kiel Baltic Hurricanes (zuvor : Platz 7)

Erneute Niederlage für die Kiel Baltic Hurricanes. Gegen starke Hildesheim Invaders können die Hurricanes ihre frühe Führung nicht verteidigen. Der Touchdown im ersten Viertel bleibt der einzige für die Hurricanes (Endstand 7:27). Kiel kann jetzt schon anfangen, die Weichen für die kommende Saison zu stellen. Weder mit den Playoffs noch mit dem Abstieg sollten die Hurricanes etwas zu tun haben.

Platz 8: Düsseldorf Panther (zuvor: Platz 8)

Zehnte Niederlage in Serie. Der Auftritt der Düsseldorf Panther in der Relegation der GFL Nord steht so gut wie fest. Durch die Niederlage gegen die Dresden Monarchs (7:38) müssen die Panther mindestens fünf Punkte aus den letzten vier Saisonspielen holen.

Panther Düsseldorf
Foto: Düsseldorf Panther

Da zwei der Spiele gegen die New Yorker Lions gehen, dürfte sich dieses Unterfangen als aussichtslos erweisen. In der GFL 2 Nord marschieren derzeit die Elmshorn Fighting Pirates in Richtung Aufstiegsrelegation.

Das nächste GFL Power Ranking erscheint am 7. August 2019.

Erik Seewald
Autor: Erik Seewald
Erik Seewald ist der Taktik-Experte von SCOUTREPORT – Das American Football Magazin und ist für die Berichterstattung über die GFL zuständig. Er ist seit über einem Jahrzehnt für die Berlin Adler tätig – erst als Spieler, später als Statistiker und Coach. Mit dem Team holte er zweimal den Euro Bowl und einmal den German Bowl.

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