Drew Brees steht mit den New Orleans Saints in den Playoffs. Der Quarterback ist das Gesicht der Franchise. Der Quarterback spielt seit 2006 bei dem Klub. Beinahe wäre Brees aber gar nicht in New Orleans gelandet.

Die San Diego Chargers waren das erste NFL-Team von Drew Brees. Nach der Saison 2005 wechselte der Quarterback – und hatte zwei Teams zur Auswahl: die Miami Dolphins und die New Orleans Saints.

Wie der Quarterback in seinem Buch „Coming Back Stronger“ schreibt, war Miami sein Favorit. Cheftrainer des Teams damals: Nick Saban.

Brees besuchte beide Teams, durchlief bei beiden den Medizin-Check. Der Quarterback hatte sich zuvor eine schwere Schulterverletzung zugezogen, musste operiert werden. Die Chargers glaubten nicht mehr an Brees, sondern wollten künftig auf Philip Rivers setzen.

Drew Brees zu den Dolphins?

Miami Dolphins oder New Orleans Saints? Ein Telefonat mit Nick Saban gab den Ausschlag, wie Brees in seinem Buch beschreibt.

Brees: „Coach, ich bin’s, Drew Brees. Ich habe gehört, mein medizinischer Bericht ist da und euren Ärzten gefällt nicht, was sie sehen.“

Saban: „Richtig. Unsere Ärzte geben dir eine 25 prozentige Chance, dass du zurückkommen und spielen kannst. (…) Wir würden dich aber trotzdem immer noch sehr gerne bei uns haben.“

In dem Buch wird klar, dass Miami aufgrund der schlechten Prognose der Ärzte weniger Gehalt als geplant zahlen würde. Brees gibt zu, dass es für Saban und die Dolphins keine einfache Situation war. Trotzdem: er wollte von dem Team hören, dass sie an ihn glauben. So wie es zuvor schon die Saints versichert hatten.

Brees: „Coach, ich weiß, was eure Ärzte glauben. Die Frage ist, was glaubst du? Glaubst du, dass ich zurückkommen kann und besser bin als zuvor und dass ich das Team zur Meisterschaft führen kann?“

Laut Brees machte Nick Saban an dieser Stelle eine Pause, bevor er seine Worte wiederholte. Das Zögern reichte dem Quarterback. Noch im selben Telefonat bedankte sich Brees bei Saban für seine Zeit und sagte dem Trainer: „Ich gehe zu den New Orleans Saints.“

So kam es dann auch. Brees kehrte tatsächlich stärker zurück, wurde das Gesicht der Franchise und führte die Saints 2010 im Super Bowl gegen die Indianapolis Colts zum Sieg. Und vielleicht klappt es in dieser Saison ja mit dem zweiten Titel.

Titelfoto: „Drew Brees“ von Keith Allison / Lizenz: CC BY-SA 2.0