Redneck-Schießbude ohne Defenses oder Innovationslabor im College Football? Die Big 12 mit ihren zehn Teams polarisiert regelmäßig. Auf der einen Seite begeistert sie mit ihren punktreichen Begegnungen und spektakulären Offenses, auf der anderen Seite kassiert Oklahoma im Playoff-Halbfinale sieben Touchdowns in einer Halbzeit, um sang- und klanglos komplett unterzugehen.

Dabei erregen immer mehr Head Coaches Aufsehen in höheren Footballsphären. Kliff Kingsbury, Head Coach der Arizona Cardinals, coachte bis 2018 die Texas Tech Red Raiders. Matt Rhule, neuer Head Coach der Carolina Panthers, war im letzten Jahr Head Coach der Baylor Bears. Mit Matt Campbell (Iowa State) und Lincoln Riley (Oklahoma) sind zwei weitere Coaches immer wieder in der Diskussion für einen nächsten, größeren Schritt.

Dazu gingen mit fünf Spielern außerdem genauso viele Spieler von Big 12 Unis in Runde Eins des Drafts vom Board wie von den Unis der viel reicheren Big Ten. Die Abhängigkeit der Conference vom Top-Team der Oklahoma Sooners ist jedoch enorm. Zusätzlich dazu sind die Texas Longhorns wegen ihrer Marke und der finanziellen Ausstattung ein absolutes Aushängeschild. Wie sich die Conference als Ganzes in 2020 präsentiert, möchte ich dir in dieser Preview präsentieren.

Big 12 Conference: Teams im Vergleich

In diesem Artikel beziehe ich mich auf einige Metriken, die ich bereits in meiner Analytics-Übersicht zusammengetragen habe. Es lohnt sich daher für dich einen Blick vorab reinzuwerfen. Die wesentlichen Quellen für die einzelnen Daten sind hier zu finden:

Ein wichtige Erklärung: Starter-Prognosen sind ohne ein relevantes Spring Training, welches größtenteils der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen ist, ohne Gewähr.

Die Big 12 auf einen Blick

Bowl-Bilanz1-5
S&P+ Offense 2019 im Durchschnitt32,6
S&P+ Defense 2019 im Durchschnitt25,9
S&P+ Special Teams 2019 im Durchschnitt0,6
S&P+ Overall 2019 im Durchschnitt7,3
S&P+ Overall 2020 Projection7,2
Strength of Schedule 2019 (nach Sports Reference) im Durchschnitt3,45
Recruiting Points 2019 (nach 247Sports) im Durchschnitt205,52
Recruiting 2020 nach eigenem Durchschnitt (nach Banner Society) im Mittel-2,55
Rückkehrende Offensive Production 2020 im Durchschnitt60%
Rückkehrende Defensive Production 2020 im Durchschnitt65%
Rückkehrende Gesamt-Production 2020 im Durchschnitt62%

Die Big 12 im Vergleich zu anderen Conferences nach S&P+

Wöchentliche Performance der Big 12 Teams nach S&P+

Oklahoma Sooners

W-L-Record 201912-2
W-L-Record (Conference) 20199-1
S&P+ Offense 201946,1
S&P+ Defense 201924,9
S&P+ Special Teams 20191,7
S&P+ Overall 201922,9
S&P+ Overall 2020 Projection22,6
Strength of Schedule 2019 (nach Sports Reference)4,36
Recruiting Points 2019 (nach 247Sports)259,60
Recruiting 2020 nach eigenem Durchschnitt (nach Banner Society)-0,83
Rückkehrende Offensive Production 202049%
Rückkehrende Defensive Production 202070%
Rückkehrende Gesamt-Production 202059%

Die Oklahoma Sooners gewannen in der Saison 2019 zum fünften Mal hintereinander die Big 12 Championship und standen im dritten Jahr nacheinander im College Football Playoff, welches erneut direkt im Halbfinale endete. Was wie eine erfolgreiche Bilanz klingt, ist für die Anhänger der Sooners eher eine Art Sackgasse, in der sich das Team von Head Coach Lincoln Riley aktuell befindet. Immer noch der eindeutige Primus in der eigenen Conference, aber noch weit weg von der absoluten Spitze im College Football.

Dabei gelang es den Sooners ihre große Achillesferse, die Defense, mit Hilfe von Defensive Coordinator Alex Grinch auf Vordermann zu bringen. Lagen die Sooners nach Defense-S&P+ in 2018 noch auf Position 80, steigerten sie sich in 2019 auf Position 48. Besser, aber dennoch nicht gut genug.

Die Offense war zwar 2019 das Prunkstück von Mastermind Lincoln Riley, bestand aber den Eye-Test im Vergleich zu den sensationellen Jahren 2017 (mit Baker Mayfield) und 2018 (mit Kyler Murray) nicht immer. Quarterback Jalen Hurts war der dritte Transfer-Quarterback in Rileys Offense, aber einer der nicht das Passing-Game seiner Vorgänger auf Lager hatte. Auch hatte er im Gegensatz zu Mayfield und Murray nicht den Vorteil die Offense über einen längeren Zeitraum zu verinnerlichen, da sein Transfer direkt nach der Saison 2018 erfolgte und 2019 sein letztes Jahr am College war.

Die neu zusammengesetzte Offensive Line unter Coach Bill Bedenbaugh, ein sehr talentiertes Wide Receiver Corps um First Round Pick CeeDee Lamb und ein variables Backfield halfen Hurts dennoch ein hohes Niveau zu erreichen.

Die Sooners Offense 2020

Die Sooners als QB-Uni zu bezeichnen ist durchaus legitim. Zu gut haben sich die Talente auf dieser Schlüsselposition entwickelt. Mit Sophomore Spencer Rattler steht der nächste potentielle Superstar in den Startlöchern. Rattler, ehemaliger 5-Sterne Recruit und Nr. 1 Quarterback der Recruiting-Klasse 2019 dürfte das Passspiel der Sooners deutlich variabler machen. Mit Tanner Mordecai und Chandler Morris gibt es im Kader zwei durchaus fähige Quarterbacks mit Starter-Ambitionen. Aber es ist aktuell nicht vorstellbar, dass Riley ein Talent mit den Fähigkeiten eines Spencer Rattler auf der Bank schmoren lässt.

Die Offensive-Line gehört traditionell zu den stärksten Einheiten im Sooners-Kader. Mit Center Creed Humphrey (Redshirt-Junior) kehrt überraschenderweise eine tragende Säule der Line für 2020 zurück, obwohl Humphrey bereits in diesem Jahr in den Draft hätte gehen können.

Im Backfield tummeln sich mit Kennedy Brooks, T.J. Pledger und Rhamondre Stevenson einige erfahrene Spieler. Hinzu kommen die Freshmen Marcus Major (Redshirt) und Seth McGowan. Brooks ist in 2019 der zweitbeste Rusher des Teams (hinter Jalen Hurts) gewesen und der einzige, der die 1.000 Yards geknackt hat. Den Abgang von Running Back Trey Sermon zu den Ohio State Buckeyes wird man in Norman damit sicherlich verkraften können. Die wichtigsten Waffen im Passspiel Oklahomas bilden ein junges, etwas unerfahrenes, aber dafür sehr potentes Wide-Receiving-Corps. Der erfahrenste im Bunde ist Wide Receiver Charleston Rambo, der 2020 sein Senior-Jahr spielt. Rambo fing 2019 43 Bälle für 743 Yards und 5 Touchdowns.

Die historische Wide-Receiver-Klasse von 2020 ist bereits zur Offseason ziemlich dezimiert. Jadon Haselwood zog sich eine schwerwiegende Knieverletzung zu und fällt für 2020 vermutlich komplett aus. Trejan Bridges ist die ersten vier Spiele der neuen Saison auf Grund eines Vorfalls aus der Vorsaison gesperrt. Was Theo Wease zum alleinigen Hoffnungsträger dieses Trios macht. Alle drei sind in der Vorsaison noch kein wirklicher Faktor gewesen. Mit UCLA-Transfer Theo Howard erhofften sich die Verantwortlichen einen Push in Richtung Speed-WR. Allerdings verletzte sich Howard ebenfalls schwer und droht auch für die komplette Saison auszufallen.

In der Sooners Offense spielen H-Backs und Tight Ends eine tragende Rolle. So dürften die Namen von H-Back Jeremiah Hall und Tight End Austin Stogner häufiger fallen.

Die Sooners Defense 2020

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, gehört die Defense immer noch zu den Baustellen. Defensive Coordinator Alex Grinch konnte in der Offseason trotz einiger Wechselgerüchte gehalten werden und darf seine Speed-D weiter optimieren.

Mit Defensive End Ronny Perkins hat er zwar einen fähigen Edge Rusher im Kader, aber auch dieser ist die ersten vier Spiele 2020 gesperrt. Zwar kehrt deutlich mehr Produktion in der Defense im Vergleich zur Offense für 2020 zurück, doch bleibt es eine Herausforderung einige Positionen adäquat zu ersetzen. Defensive Lineman Neville Gallimore hinterlässt in der interior Defensive Line eine große Lücke. Junior-College-Neuzugang und Nr. 1 JuCO-Defensive Tackle Perrion Winfrey soll diese schließen.

Eine weitere Lücke hinterließ Lineback Kenneth Murray, dessen Aggressivität in Sachen Tacklings schmerzlich vermisst wird. Junior DaShaun White dürfte hier nachrücken. Die Baustelle bei Oklahoma ist die Secondary. Während die Safety-Positionen mit den Juniors Pat Fields und Delarrin Turner-Yell noch einigermaßen solide besetzt sind, sieht es auf Corner schon dünn aus. Die potentiellen Starter Tre Brown und Tre Norwood sind keine Corner, die Wide Receiver schlaflose Nächte bereiten. Hier muss häufig schematisch nachgeholfen werden.

Der Sooners Saisonausblick 2020

Mit den Tennessee Volunteers wartet eine große Herausforderung im Schedule bereits früh in der Saison. Darüber hinaus muss das Team von Lincoln Riley nach West Point zu den Army Black Knights, die Oklahoma vor nicht allzu langer Zeit an den Rand einer Niederlage gebracht haben. Eine Niederlage im Conference-Schedule können die Sooners traditionell einkalkulieren. Auch wenn es im Großen und Ganzen etwas pessimistisch klingt, bleibt Oklahoma der Favorit in der Big 12. Das Vegas Win Total liegt bei 9,5. Aktuell würde ich auf 10 bis 11 Siege tippen. Ob es damit wieder für die Playoffs reicht? Das ist definitiv keine sichere Wette.

Baylor Bears

W-L-Record 201911-3
W-L-Record (Conference) 20198-2
S&P+ Offense 201934,7
S&P+ Defense 201917,3
S&P+ Special Teams 20190,5
S&P+ Overall 201917,8
S&P+ Overall 2020 Projection10,1
Strength of Schedule 2019 (nach Sports Reference)2,62
Recruiting Points 2019 (nach 247Sports)181,12
Recruiting 2020 nach eigenem Durchschnitt (nach Banner Society)-10,06
Rückkehrende Offensive Production 202070%
Rückkehrende Defensive Production 202032%
Rückkehrende Gesamt-Production 202051%

Baylor is back! Aber bleibt es dabei? Das dürfte die alles überlagernde Storyline 2020 werden. Die Baylor Bears waren noch vor zwei Jahren nach einem handfesten Skandal und der Entsorgung von Head Coach Art Briles am Boden. Der Record lag 2017 bei 1-11, zahlreiche talentierte Recruits verließen fluchtartig das Programm.

Matt Rhule – der nächste College Coach in der NFL

Der Erlöser stand aber mit Neu-Head Coach Matt Rhule bereit, der in Rekordzeit das Programm umkrempelte und 2019 in das Big 12 Finale und den Sugar Bowl brachte. Allen voran die Defense gehörte zum Prunkstück der Bears-Identität. Nach S&P+ war die Baylor-Defense die beste in der Big 12 und auch im Vergleich zu anderen Conferences konnte sie sich definitiv sehen lassen.

Aber auch offensiv hatten die Bears einiges zu bieten. Quarterback Charlie Brewer und Wide Receiver Denzel Mims sind nur zwei Namen, welche die Offense geprägt haben. 33,6 Punkte pro Spiel im Schnitt sprechen jedenfalls eine klare Sprache. Dies in Kombination mit einer neuen Teamkultur sorgten dafür, dass man Oklahoma an den Rand einer Niederlage bringen konnte und ihnen auch im Big 12 Finale einige Schweißperlen verpassten.

Der Erfolg hatte aber seinen Preis: Head Coach Matt Rhule verließ das Programm in Richtung NFL. Mit dem ehemaligen LSU-Defense Coordinator Dave Aranda erhalten die Bears einen interessanten Ersatzmann.

Die Bears Offense 2020

Auf Senior-Quarterback Chalie Brewer können sich die Bears-Fans extrem freuen. Im Passspiel gehört er zu den besten Rückkehrern in der Big 12.

Zwar wird Top-Receiver Mims fehlen, aber mit Taquan Thornton (45 Rec, 782 Yards, 5 Touchdowns) und R.J. Sneed (42 Rec, 437 Yards, 3 Touchdowns) kehren immerhin zwei sehr produktive Pass Catcher zurück. Im Backfield werden vermutlich die beiden Seniors John Lovett und Trestan Ebner die meisten Carries bekommen. Lovett war 2019 der beste Rusher des Teams mit 655 Yards, allerdings nur mit 5 Touchdowns. Mit dem Abgang von JaMycal Hasty dürfte Lovett jedoch definitiv profitieren.

In der O-Line verlieren die Bears mit Sam Tecklenburg einen ihrer wichtigsten O-Liner, können sich aber mit insgesamt 70% Returning Production auf eine erfahrene Offense freuen. Mit Offensive Coordinator Larry Fedora kommt ebenfalls ein Neuzugang zu den Bears. Fedora war letztes Jahr Analyst bei den Texas Longhorns und hat bereits Head Coach Erfahrung bei Southern Miss und North Carolina sammeln können. Er war außerdem zu Beginn der 90er WR-Coach bei Baylor. Ein alter Bekannter also.

Die Bears Defense 2020

Gerade einmal drei Starter kehren für die Saison 2020 zu Baylor zurück. Ein Aderlass sondergleichen, der vor allem sehr produktive und erfolgreiche Defense-Spieler betraf. Mit James Lynch und James Lockhart verlor die Bears-Defense ihre beiden wichtigsten Pass-Rusher.

Immerhin kehrt mit Junior-Linebacker Terrel Bernard der Top-Tackler der vergangenen Saison für 2020 zurück. Er produzierte insgesamt 112 Tackles, davon 9,5 for Loss und kreierte 4,5 Sacks. Mit Freshman-LB Matt Jones und Defensive End James Sylvester stehen zwei vielversprechende Neuling im Kader.

In der Secondary haben immerhin CB Cornerback Kalon Barnes und Safety Raleigh Texada einiges an Erfahrung zu bieten. Allerdings bei einer Turnover-Margin von +11 (mit Abstand die Nr. 1 der Big 12) dürfte eine Regression einsetzen. Generell bleibt interessant zu sehen wie Defensive Coordinator Ron Roberts im ersten Jahr seinen Stempel auf diese Defense setzen kann.

Der Bears Saisonausblick 2020

Bereits in der ersten Woche treffen die Bears in Houston auf die Ole Miss Rebels von Head Coach Lane Kiffin. Dies verspricht eine sehr interessante Partie zu werden. Generell traue ich den Bears zu, die ersten vier Spiele zu gewinnen, ehe es dann zu den Oklahoma Sooners geht. Mit weiteren Auswärtsspielen bei Texas und Iowa State meint es der Schedule 2020 nicht besonders gut mit Baylor. Das Vegas-Total liegt bei 7,5 Siegen. Mein Tipp: Acht Siege könnten es durchaus werden.

Kansas State Wildcats

W-L-Record 20198-5
W-L-Record (Conference) 20195-4
S&P+ Offense 201928,8
S&P+ Defense 201924,8
S&P+ Special Teams 20192,0
S&P+ Overall 20196,0
S&P+ Overall 2020 Projection2,4
Strength of Schedule 2019 (nach Sports Reference)2,64
Recruiting Points 2019 (nach 247Sports)182,46
Recruiting 2020 nach eigenem Durchschnitt (nach Banner Society)-1,13
Rückkehrende Offensive Production 202059%
Rückkehrende Defensive Production 202063%
Rückkehrende Gesamt-Production 202061%

Für die Wildcats war 2019 eine Zeitenwende. Head Coach Bill Snyder verabschiedete sich aus Manhattan, Kansas, nachdem er insgesamt 27 Saisons (von von 1989 bis 2005 und von 2009 bis 2018) an der Seitenlinie stand. Ersetzt hat ihn Chris Klieman, der in fünf Saisons, vier nationale Meisterschaften für die North Dakota State Bison auf der FCS-Ebene gewann. Klieman konnte in seinem ersten Jahr als Head Coach der Wildcats direkt eine erste Duftmarke setzen und belegte etwas überraschend den dritten Platz in der Big 12 Tabelle.

Höhepunkt war natürlich das 48-41 gegen Oklahoma am eigenen Homecoming-Wochenende. Ob es eine Eintagsfliege war oder Klieman in der Lage ist den Erfolg dauerhaft nach Manhattan in den „Little Apple“ zu bringen, wird er schon in 2020 zeigen müssen.

Die Wildcats Offense 2020

Lauf, Skylar, lauf! Wildcats Quarterback Skylar Thompson ist ein deutlich besserer Läufer als Passer. Er ist eine Art Gadget-Spieler. Allerdings war gerade die Mischung aus Quarterback-Runs und sicheren, jedoch effizienten Pässen ein gelungenes Rezept für sehenswerte Erfolge in der Saison 2019.

Passing Table
PassPassPassPassPassPassPassPassPass
Player Cmp Att Pct Yds Y/A AY/A TD Int Rate
Skylar Thompson17729759.623157.87.8125135.0
Provided by CFB at Sports Reference: View Original Table
Generated 5/14/2020.
Rushing & Receiving Table
RushRushRushRush ReceReceReceRece ScriScriScriScri
Player Att Yds Avg TD Rec Yds Avg TD Plays Yds Avg TD
Skylar Thompson1144053.6111144053.611
Provided by CFB at Sports Reference: View Original Table
Generated 5/14/2020.

Seine Stats weisen eindeutig darauf hin, dass sein Passspiel komplett drauf ausgerichtet war, Fehler zu vermeiden. Dies gelang soweit, was die niedrige Anzahl an Interceptions unterstreicht. Thompson spielt 2020 sein Senior-Jahr und wird hoffen, dass auch die neue Offensive Line die Wege für seine Läufe freimachen wird. Ob es auch so gelingen wird, ist aufgrund der Abgänge von vier Startern mit Fragezeichen behaftet. Es kehrt nur Guard Josh Rivas zurück. Running Back mit Starter-Ambitionen ist Harry Trotter, der 2017 von Louisville transferiert wurde und 2018 aussetzen musste. 2019 erlief er 263 Yards und 3 Touchdowns bei allerdings nur 66 Carries. Der Anteil dürfte sich in der neuen Saison signifikant erhöhen.

Auch wenn das Passspiel im Schatten des Laufspiels stehen wird, ist die Erwähnung von Sophomore-Receiver Malik Knowles interessant. Er wird vermutlich der Receiver mit den meisten Targets werden.

Die Wildcats Defense 2020

Die Wildcats Defense war gar nicht mal so schlecht in der Saison 2019 (#47 nach Defense S&P+ landesweit). Zu wenig Biss in der Redzone in Kombination mit einem Mangel an Big Plays verhinderten allerdings, dass es noch besser lief.

Gut für Kansas State: Defensive End Wyatt Hubert kehrt als Junior für 2020 zurück. Er erzielte 33 Tackles, davon 12,5 For Loss und 7 Sacks. Schlecht für Kansas State: Drei weitere Starter der D-Line kehren zur neuen Saison nicht zurück. Es wird also alles in allem eine junge und unerfahrene Einheit auf dem Platz stehen.

Das Linebacking-Corps um Elijah Sullivan ist im Schnitt eher klein, aber äußerst beweglich, was jetzt für die passlastige Big 12 nicht das schlechteste Setup ist. Um Tiefe und Erfahrung in der Secondary zu gewährleisten, wurden Kiondre Thompson aus Minnesota und Hunter Henry von Rice via Transferportal geholt. Defensive Back A.J. Parker kehrt für seine Senior-Saison zurück und war mit drei Interceptions und 4 verteidigten Pässen einer der produktivsten Spieler des defensiven Backfields.

Der Wildcats Ausblick 2020

So richtig hat kaum einer mit der guten Bilanz der Wildcats 2019 gerechnet. Während die Big 12 extrem passgetrieben unterwegs ist, gehen sie bei Kansas State ihren eigenen Weg. Wenn sie noch etwas mehr Varianz in ihr Angriffsspiel bringen können und die Defense sich in mehr Kategorien steigern kann, dann muss es nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Außerhalb der Conference lauten die Gegner Buffalo, North Dakota und Vanderbilt. Alles in allem keine Monster. Im Big 12 Schedule warten schwere Auswärtsspiele bei TCU, Iowa State und Oklahoma. Der Win-Total von 6,5 liegt in einem realistischen Bereich, der aus meiner Sicht knapp getoppt werden kann.

Oklahoma State Cowboys

W-L-Record 20198-5
W-L-Record (Conference) 20195-4
S&P+ Offense 201935,0
S&P+ Defense 201926,2
S&P+ Special Teams 2019-0,2
S&P+ Overall 20198,7
S&P+ Overall 2020 Projection12,9
Strength of Schedule 2019 (nach Sports Reference)3,46
Recruiting Points 2019 (nach 247Sports)192,35
Recruiting 2020 nach eigenem Durchschnitt (nach Banner Society)-13,65
Rückkehrende Offensive Production 202075%
Rückkehrende Defensive Production 202086%
Rückkehrende Gesamt-Production 202080%

Anders als die Frisur und einige Aussagen von Oklahoma State Head Coach Mike Gundy vermuten lassen, stehen die Zeichen auf Fortschritt in Stillwater, zumindest wenn es um das Leistungslevel des Teams geht. Nach der zweiten eher dürftigen Saison für Cowboys-Verhältnisse wird ein Blick auf die „Returning Production“ die Vorfreude um die neue Spielzeit definitiv steigern. Nur acht andere Teams haben einen höheren Wert an zurückkehrender Production als Oklahoma State. Dies dürfte ein großer Ansporn sein den ersten Big 12 Titel seit 2011 ins Visier zu nehmen.

Die Cowboys Offense 2020

Drei Spieler sollen die Offense von Oklahoma State in 2020 entscheidend prägen. Quarterback Spencer Sanders, Wide Receiver Tylan Wallace und vor allem Running Back Chuba Hubbard. Spencer Sanders startete als True Freshman auf der Position des Quarterbacks. Auch wenn seine total Stats eher durchschnittlich aussehen, konnte er sich im Vergleich zu seinem Vorgänger speziell im Playaction-Bereich absetzen.

Die Tatsache, dass sein bester Wide Receiver aus dem Vorjahr wieder zurückkehrt, dürfte kein Nachteil für Sanders werden. Tylan Wallace war trotz Verletzung mit 903 Receiving-Yards und 8 Touchdowns bei 17 Yards per Reception äußerst produktiv.

Mit Hilfe einer sehr soliden Offensive Line, die mit Left Tackle Dylan Galloway, Guard Bryce Bray und Right Tackle Teven Jenkins drei Starter zurückbekommt, gelang es außerdem dem kanadischen Running Back Chuba Hubbard die 2000 Rush-Yards zu knacken. Was ihn für die Saison 2020 zu einem Anwärter auf den Conference-MVP macht. Auf diesem Trio an talentierten Skill-Spielern liegen die großen Hoffnungen in Stillwater. In Sachen Offense geht nämlich noch einiges nach oben. So erreichten die Cowboys nur den 26. Rang in Offensive S&P+ in 2019 landesweit, was für eine an sich hochpotente Offense von Mike Gundy eher ausbaubar ist.

Die Cowboys Defense 2020

Defensive Coordinator Jim Knowles geht in sein zweites Jahr bei Oklahoma State und dürfte mit den im Schnitt 26,8 kassierten Punkten pro Spiel und 5,8 Yards per Play alles andere als zufrieden sein. Vor allem die Anfälligkeit bei Big Plays war ein Problem. 26 Plays wurden für 30 Yards und mehr kassiert.

Die Hoffnung ist, dass die 86% der „Returning Defensive Production“ einen qualitativen Schritt nach vorn macht. 10 von 11 Startern kehren zurück. Dazu zählen Linebacker Amen Ogbongbemiga (5 Sacks, 100 total Tackles), Safety Malcolm Rodriguez (103 total Tackles) und Defensive Back Kolby Harvey-Peel (5 INTs, 13 Pässe verteidigt). Darauf lässt sich aufbauen.

Der Cowboys Ausblick 2020

Dank eines gütigen Schedules und viel Erfahrung zählen die Cowboys zu den Mitfavoriten auf den Conference-Titel. Viel wird aber an der Entwicklung von Spencer Sanders hängen. Er muss den nächsten Schritt schon in dieser Saison machen, denn das Fenster der Ebenbürtigkeit ist klein. Die Cowboys werden mit einem Win-Total von 8,5 Siegen bewertet. Ich sage, dass am letzten Spieltag der regulären Saison im Duell gegen Texas der Gegner der Sooners im Conference-Finale ermittelt wird und sie neun oder mehr Siege einfahren.

Texas Longhorns

W-L-Record 20198-5
W-L-Record (Conference) 20195-4
S&P+ Offense 201938,7
S&P+ Defense 201928,5
S&P+ Special Teams 20191,8
S&P+ Overall 201912,0
S&P+ Overall 2020 Projection17,0
Strength of Schedule 2019 (nach Sports Reference)5,80
Recruiting Points 2019 (nach 247Sports)270,93
Recruiting 2020 nach eigenem Durchschnitt (nach Banner Society)-2,50
Rückkehrende Offensive Production 202066%
Rückkehrende Defensive Production 202082%
Rückkehrende Gesamt-Production 202074%

„The Eyes of Texas are upon you, All the livelong day“ sind die ersten beiden Zeilen des Texas Fight Songs. So euphorisch sie von ihren Fans von Woche zu Woche intoniert werden, so bedrohlich dürften sie sich für Texas Head Coach Tom Herman mittlerweile anhören. Herman geht in seine vierte Saison als Head Coach, was bedeutet, dass sein Welpenschutz aufgebraucht ist. Er trainiert immerhin eines der reichsten College Football Programme der Vereinigten Staaten und die Ölquelle dieses Programms, das Recruiting, sprudelt nach wie vor enorm. Herman rekrutierte 2020 die achtbeste Klasse des Landes, im Jahr zuvor sogar die drittbeste.

Was sich nach einer sicheren Bank anhört, ist es allerdings nicht. Die Leistung auf dem Platz korrespondiert häufig nicht mit der Recruiting-Qualität. Ein Blick auf die Saisonbilanz zeigt eindeutig, dass da mehr Luft nach oben ist im schönen Austin. Zwischen der knappen Niederlage gegen LSU und dem knappen, aber erbärmlichen Sieg gegen Kansas lag gerade einmal ein guter Monat. Der obligatorische Bowl-Sieg zum Saisonabschluss kann da nicht darüber hinweg täuschen. Warum es dennoch gute Gründe auf Besserung bei den Longhorns gibt, erkläre ich dir nun im Detail.

Die Longhorns Offense 2020

Dreh- und Angelpunkt ist und bleibt Quarterback Sam Ehlinger. Ehlingers Erfahrung und über die Jahre gesteigerte Produktion spricht für sich. Er ist zwar nicht der beste Passer im College Football, aber unterschätzen sollte man ihn nicht.

Sam Ehlingers Pass-Bilanz am College
Passing
Year School Conf Class Pos G Cmp Att Pct Yds Y/A AY/A TD Int Rate
*2017TexasBig 12FRQB915827557.519157.06.6117124.1
*2018TexasBig 12SOQB1427542564.732927.78.4255146.8
*2019TexasBig 12JRQB1329645465.236638.18.53210151.8
CareerTexas729115463.288707.78.06822143.4
Provided by CFB at Sports Reference: View Original Table
Generated 5/9/2020.

Dank ihm brachte es die Texas-Offense zu einem sehenswerten 10. Platz landesweit nach Offense-S&P+. Seine stärksten Anspielstationen fallen allerdings in 2020 weg.

Collin Johnson und Devin Duvernay fangen die Bälle künftig in der NFL. Das Wide-Receiver Corps wird daher sehr jung, aber nicht komplett unerfahren in die neue Saison gehen. Jake Smith und Brennan Eagles sind beides Sophomores, die jedoch immerhin schon jeweils sechs Touchdown-Pässe in 2019 fingen.

Das Backfield der Longhorns wiederum strotzt nur so vor Talent. Junior Running Back Keaontay Ingram dürfte einen massiven Push bekommen. Dahinter warten Senior Daniel Young, Sophomore Roschon Johnson und true Freshman und Nr. 1 Running Back der 2020er Recruiting Klasse Bijan Robinson. In Kombination mit der Laufgewalt von Ehlinger dürfte das Laufspiel der Longhorns den gegnerischen Defenses einiges Sorgen bereiten.

Die Offensive Line von Texas hat einige Fragezeichen, aber mit Left Tackle Samuel Cosmi kehrt ein vielversprechendes Prospect für den 2021er-Draft zurück. Erwähnenswert ist auch die Verpflichtung von Mike Yurcich als CO-Offensive Coordinator. Er soll dafür sorgen, dass sich das Talent der Longhorns nun auch deutlich stärker auf dem Platz widerspiegelt.

Die Longhorns Defese 2020

Auch der Defensive Coordinator ist neu. Chris Ash war bis 2019 Head Coach bei Rutgers tätig und soll nun in seiner Rolle dafür sorgen, dass die Defense zu alter Stärke zurückfindet. Nach S&P+ belegte das Team aus Austin nur einen enttäuschenden 68. Platz landesweit in Defensive S&P+. Dies lag allerdings größtenteils an massivem Verletzungspech. Gut für die Longhorns: Es kehren viele erfahrene Spieler zurück. Mit Ausnahme von Malcolm Roach dürften 2020 4 der 5 besten Spieler in Sachen Quarterback-Pressures auf dem Platz stehen.

Unter Chris Ashe dürfte die Defense auch wesentlich aggressiver agieren als noch unter DC Todd Orlando. In der Secondary dürften auf der Cornerback-Position die Juniors Jalen Green und D’Shawn Jamison die Starter werden. Letzterer war der Team-Leader in der Kategorie Interceptions in 2019 (3 INTs). Auf der Safety-Position bleibt Junior Caden Sterns der Superstar. Bleibt er gesund, dürfte er zu den Top-Safeties des kommenden Drafts zählen. Komplementiert wird das Saftey-Duo von Redshirt-Senior Chris Brown, der ein guter Tackler ist.

Rein vom Talentlevel dürften die Texas Longhorns jedes Jahr die beste Defense der Big 12 stellen und den hochpotenten Offenses der Conference regelmäßig große Probleme bereiten. Chris Ashs‘ Performance könnte auch einen großen Einfluss auf die Zukunft von Head Coach Tom Herman haben.

Der Longhorns Ausblick 2020

Auf dem Papier sind die Longhorns ein Top-Team und das nicht nur in der Big 12. Die Realität ist, dass der letzte Conference-Sieg schon lange zurück liegt (2009).

Head Coach Herman ist nun in der Pflicht zu beweisen, dass Texas „back“ ist. Eine erneute Saison à la 2019 wird er wohl nicht überstehen. Allerdings deutet einiges darauf hin, dass es mit den Longhorns bergauf geht. Die neuen Coordinators dürften frischen Wind in das talentierte Roster bringen und die Hoffnung ist, dass die Spieler auf den Schlüsselposition gesund bleiben.

Der Schedule bietet mit Auswärtsspielen bei LSU und Oklahoma State zwei knackige Herausforderungen und auch das jährliche Duell gegen Oklahoma bleibt ein potentieller Stolperstein. Das Vegas-Total von 8,5 Siegen dürften die Longhorns allerdings toppen. 9 bis 10 Siege sollten drin sein für das Team aus Austin und damit die berechtigte Hoffnung auf den Conference-Titel.

Iowa State Cyclones

W-L-Record 20197-6
W-L-Record (Conference) 20195-4
S&P+ Offense 201931,8
S&P+ Defense 201919,5
S&P+ Special Teams 20190,3
S&P+ Overall 201912,6
S&P+ Overall 2020 Projection10,6
Strength of Schedule 2019 (nach Sports Reference)4,53
Recruiting Points 2019 (nach 247Sports)190,90
Recruiting 2020 nach eigenem Durchschnitt (nach Banner Society)8,44
Rückkehrende Offensive Production 202062%
Rückkehrende Defensive Production 202073%
Rückkehrende Gesamt-Production 202067%

Quo Vadis, Iowa State? Waren die Cyclones vor der Saison 2019 für viele fast schon mehr als ein Dark Horse in der Big 12, enttäuschten sie dann doch letztendlich mit einem 7-5 Record in der regulären Saison und einer knackigen Niederlage im Bowl-Game gegen Notre Dame. Dabei war die Euphorie in Ames durchaus berechtigt.

Erklärt: Der Recruiting-Kalender

Mit Quarterback Brock Purdy rekrutierten sie einen äußerst talentierten Signal Caller, der 2018 in seinem Freshman-Jahr startete und dazu prädestiniert war, in seinem zweiten Jahr noch eine Schippe drauf zu legen. Head Coach Matt Campbell hat darüber hinaus alle Angebote von größeren Programmen abgeschmettert, um seinen Weg weiter den mit den Cyclones gehen zu können. So richtig kam man aber nicht ins Rollen.

Bereits in Woche 1 taten sich die Cyclones gegen den FCS-Gegner Northern Iowa unfassbar schwer und gewann gerade mal mit 2 Punkten Unterschied nach dritter (!!) Overtime. Man spielte zwar keine katastrophale Saison, aber knappe Niederlagen waren eine Konstante in dieser Spielzeit. Gut für die Cyclones: Sowohl Matt Campbell und Brock Purdy werden 2020 wieder am Start sein.

Die Hawkeyes Offense 2020

Brock Purdys Bilanz seines Sophomore-Jahr kann sich mit 3.982 Passing Yards, 8,4 Yards per Attempt, 27 Touchdowns bei 9 Interceptions sehen lassen. Purdy wies darüber hinaus die niedrigste Sack-Rate unter Druck aller FBS-Quarterbacks auf.

Bei Playaction-Pässen konnte Purdy laut Pro Football Focus ebenfalls überzeugen.

Bild

Das Laufspiel der Cyclones wird mit Sophomore Breece Hall einen der spannendsten Sophomore Running Backs des gesamten College Footballs in seinen Reihen haben. Hall hat seine Stärken im Lauf nach Contact und dürfte auch weiterhin ein Faktor im Passspiel sein. Sein Freshman-Jahr war mit 897 Rush-Yards und 252 Receiving-Yards bei insgesamt 10 Touchdowns überzeugend.

Spannend bleibt es auf der WideReceiver-Position. Hier gibt es einige Kandidaten für die Starter-Spots. Tarique Milton, der zweitproduktivste Receiver des Vorjahres kehrt immerhin für die neue Saision zurück und mit Tight End Charlie Kollar haben die Cyclones eine starke Option im Passspiel.

Eine mögliche Problemzone könnte die Offensive Line sein. Sowohl der Starter auf Left Tackle und auf Left Guard dürften true Sophomores sein. Nichtsdestotrotz könnte die Cyclones Offense in der Lage sein den Schnitt der Big 12 zu steigern und Brock Purdy seinen Wert für den kommenden NFL-Draft steigern.

Die Cyclonen Defense 2020

Iowa State kann Defense. So viel steht fest. Matt Campbell und Defensive Coordinator Jon Heacock bringen regelmäßig Verteidigungen aufs Feld, die deutlich über dem Big 12 Schnitt performen und die sehr potenten Offenses ausbremsen. Nach S&P+ lag die Hawkeyes-Defense landesweit an 25. Stelle. Rund drei Viertel der Vorjahres-Production kehrt in 2019 zurück.

Dazu zählt unter anderem Middle Linebacker O’Rien Vance, der die meisten Sacks des Teams aufwies (6,5). Dazu kamen 8 Quarterback-Hurries und 66 Run-Stops. Die Defensive-End Position ist ebenfalls sehr gut besetzt. Der Junior Zach Petersen, der Senior JaQuan Bailey und Sophomore Will McDonald dürften einiges an Einsatzzeit bekommen. Safety Greg Eisworth, immerhin ein All Big 12 Spieler der vergangenen beiden Saisons, ist der Star der Secondary.

Der Cyclones Ausblick 2020

Iowa State bleibt für mich das Dark Horse der Big 12. Die Cyclones werden dem einen oder anderen Conference-Rivalen einen heißen Tanz liefern und vielleicht gelingt dem Team aus Ames auch endlich mal wieder ein Sieg gegen den permanenten Out-of-Conference-Rivalen Iowa. Brock Purdy und Matt Campbell haben es in der Hand. Das Vegas Win-Total liegt bei 7,5. Das zu toppen liegte auf jeden Fall im Bereich des Möglichen.

TCU Horned Frogs

W-L-Record 20195-7
W-L-Record (Conference) 20193-6
S&P+ Offense 201928,8
S&P+ Defense 201922,9
S&P+ Special Teams 20190,8
S&P+ Overall 20196,7
S&P+ Overall 2020 Projection9,5
Strength of Schedule 2019 (nach Sports Reference)3,60
Recruiting Points 2019 (nach 247Sports)215,88
Recruiting 2020 nach eigenem Durchschnitt (nach Banner Society)4,00
Rückkehrende Offensive Production 202061%
Rückkehrende Defensive Production 202068%
Rückkehrende Gesamt-Production 202065%

TCU-Urgestein Gary Patterson geht 2020 in sein 21. Jahr als Head Coach der Horned Frogs und darf sich Hoffnungen auf ein besseres Jahr machen als es 2019 der Fall war. Nach einer Durststrecke in seiner Laufbahn will er das Ruder herumreißen. Wenn wir einen Blick auf die Niederlagen der Horned Frogs werfen, fällt auf, dass sechs der sieben verlorenen Spiele eine Punktedifferenz von sieben oder weniger Punkten aufweisen. So fällt auf, dass die S&P+-Projection für 2020 einen Aufwärtstrend aufweist.

Die Horned Frogs Offense 2020

Trotz der eher durchschnittlichen Saisonbilanz wurden in der ersten Runde des NFL Drafts 2020 zwei Spieler von TCU gedraftet. Einer davon war Wide Receiver Jalon Reagor, der beste Wide Receiver der vergangenen Saison.

Ihn 1:1 zu ersetzen dürfte eine große Herausforderung vom nun alleinigen Offensive Coordinator Sonny Cumbie werden. Isoliert betrachtet waren die 611 Receiving-Yards von Reagor kein enormer Wert, aber es war fast doppelt so viel wie der von Nr. 2 Taye Barber. Immerhin kehrt Barber 2020 zurück und könnte einen größeren Anteil an Receptions und Production bekommen. Dafür müsste allerdings das Passspiel vom Sophomore-Quarterback Max Duggan ein Upgrade bekommen. Dugan spielte als true Freshman in der Starter-Rolle und kam über eine durchschnittliche Bilanz nicht hinaus.

Passing Table
Passing
Year School Conf Class Pos G Cmp Att Pct Yds Y/A AY/A TD Int Rate
2019Texas ChristianBig 12FRQB1218133953.420776.15.71510113.6
CareerTexas Christian18133953.420776.15.71510113.6
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Generated 5/9/2020.
Rushing & Receiving Table
Rushing Receiving Scrimmage
Year School Conf Class Pos G Att Yds Avg TD Rec Yds Avg TD Plays Yds Avg TD
2019Texas ChristianBig 12FRQB121305554.360001305554.36
CareerTexas Christian1305554.360001305554.36
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Generated 5/9/2020.

Duggan ist zwar ein Dual Threat QB, allerdings fehlt es ihm im Passspiel an Präzision. Das Vertrauen in seine Entwicklung ist da und nicht jeder Quarterback muss direkt im ersten Jahr als Freshman von 0 auf 100 durchstarten. Im Backfield wird Darius Anderson ersetzt werden müssen, der in den NFL-Draft gegangen ist. Mit Sophomore Darwin Barlow und Junior Emari Demercado warten aber zwei potente Backs auf ihre Chance, sich als dauerhafte Option zu beweisen. Hinzu kommt mit Zach Evans ein 5-Star Recruit, der eine sehr lange Recruiting-Journey hinter sich hat.

Die Horned Frogs Defense 2020

Die Defenses von TCU können sich regelmäßig im landesweiten Vergleichen sehen lassen. Auch 2019 waren sie nach S&P+ die Nr. 35 im College Football und die Nr. 2 in der Big 12 nach den Baylor Bears. Das Safety-Duo Trevon Moehrig und Ar’Darius Washington sind sogar die beiden höchstbewerteten Spieler der Saison 2019 in der Big 12, die auch in 2020 wieder auflaufen werden.

Bild

Beide zusammen waren für 9 der 17 Interceptions verantwortlich. Zusammen mit dem All-Big 12 Linebacker Garret Wallow kehren damit auch die drei besten Tackler aus 2019 zurück. Der andere First Rounder Cornerback Jeff Gldney wird allerdings fehlen. Er hat mit 14 die meisten Pässe des Teams verteidigt. Was den Horned Frogs allerdings fehlt, ist ein dominanter Pass Rush. Das beste Pass Rush Duo von TCU Mathis/Bethley erzeugten nur 65 Pressures, während z.B. das beste Pass Rush Duo von Baylor 117 Pressures erzeugte.

Der Horned Frogs Ausblick 2020

Das Potential ist da in Fort Worth. Gary Patterson bleibt eine sichere Wette, wenn es um ein stabile Defensive geht und das trotz der Abgänge von Gladney und Blacklock in die NFL. Die größten Fragezeichen gibt es jedoch in der Offense. Ohne einen Leistungssprung von Max Duggan wird es schwer in der Big 12 mitzuspielen. Eine Saison mit einer zweistelligen Anzahl an Siegen kann ich mir nicht wirklich vostellen, andererseits ist das Win-Total von 6,5 zu niedrig. Ich nehme das Over für die Horned Frogs mit 7 bis 8 Siegen in 2020.

West Virginia Mountaineers

W-L-Record 20195-7
W-L-Record (Conference) 20193-6
S&P+ Offense 201922,9
S&P+ Defense 201929,1
S&P+ Special Teams 2019-0,8
S&P+ Overall 2019-7,0
S&P+ Overall 2020 Projection-1,3
Strength of Schedule 2019 (nach Sports Reference)3,16
Recruiting Points 2019 (nach 247Sports)199,77
Recruiting 2020 nach eigenem Durchschnitt (nach Banner Society)2,13
Rückkehrende Offensive Production 202071%
Rückkehrende Defensive Production 202058%
Rückkehrende Gesamt-Production 202064%

Vergleichsweise tief war der Fall der West Virginia Mountaineers im Vergleich zur Saison 2018. Während sie 2018 noch um den Einzug ins Conference-Finale spielten, ging im ersten Jahr von Head Coach Neal Brown recht wenig zusammen. Ein paar zarte Lichtblicke ausgenommen, konnte man die Saison 2019 als Übergangssaison verbuchen. Viel Hoffnung auf baldige Besserung dürfte es in Morgantown aber auch für das kommende Jahr nicht geben.

Die Moutaineers Offense 2020

Die Moutaineers-Offense 2019 war der Hauptgrund für die insgesamt sehr maue Saison. Weder Oklahoma Transfer-Quarterback Austin Kendall, der sich über weite Strecken mit Verletzungen rumplagte noch Bowling Green Transfer-QB Jarret Doege könnten überzeugen.

Passing Table
Passing
Rk Player Cmp Att Pct Yds Y/A AY/A TD Int Rate
1Austin Kendall18730461.519896.55.91210122.9
2Jarret Doege7912065.88186.86.973137.3
Provided by CFB at Sports Reference: View Original Table
Generated 5/10/2020.

Beide kehren für 2020 zurück und werden sich vermutlich ein Duell um den Starting-Spot liefern. Ich persönlich wünsche mir, dass Kendall wieder richtig fit wird und die Gelegenheit bekommt, sein volles Können zu zeigen. Er war immerhin der designierte Starter für die Sooners für die Saison 2019 gewesen, bis ein gewisser Jalen Hurts nach Norman gewechselt ist.

Einige Fragezeichen hat jedoch die Offensive Line. Die beiden Starting-Tackles verließen das Programm aufgrund auslaufender Spielberechtigung. Center Josh Sills verletzte sich in der letzten Saison schwer und transferierte zum Conference-Rivalen Oklahoma State.

Es fehlt allerdings auch an den passenden Playmakern auf den Skill-Positionen. Kein Running Back erlief mehr als 400 Yards und kein Receiver fing mehr als 700 Yards. Auf den beiden Wide Receivern Sam James und T.J.Simmons liegen die größten Hoffnungen einen Sprung nach vorne zu machen. Das ist auch bitter nötig, denn die Offense lag nach S&P+ auf Position 100 von 130 und nach Points per Game auf Position 116.

Die Mountaineers Defense 2020

Die Defense war nicht ganz so träge, konnte aber auch die Defizite der Offense nicht ausgleichen. Position 73 nach S&P+ und 73 nach kassierten Points per Game sind Platzierungen im Mittelfeld des College Football.

Die gute Nachricht: Die beiden besten Sack-Master des vergangenen Jahres kehr für die Saison 2020 zurück. Die Defensive Tackle Dante und Darius Stills kamen auf 8 respektive 6 Sacks in der Saison. Bester Tackler des Teams war Sean Mahone, ein DB, der ebenfalls zurückkehrt. Er ist neben Tykee Smith der einzige DB mit Starter-Erfahrung in der kommenden Saison. Hier haben die Mountaineers definitiv ein paar Fragezeichen. Ein Hoffnungsträger ist Dreshun Miller, der zur Saison 2019 vom Junior College kam und erst jetzt einsatzbereit sein dürfte. Alles in allem ist die Defense aber wesentlich vielversprechender als die Offense und macht Mut für das kommende Jahr.

Der Mountaineers Ausblick 2020

Große Sprünge wird es 2020 von West Virginia nicht geben. Zu suspekt wirkt die Offense und das obwohl die Defense Hoffnungen auf einen Aufschwung weckt. Der Out-of-Conference-Schedule beinhaltet Spiele u.a. gegen Florida State und Maryland, was in der aktuellen Verfassung West Virginias echte Herausforderungen werden dürften. Das Win-Total von Vegas liegt bei 5,5 und ich neige dazu das Under zu nehmen.

Texas Tech Red Raiders

W-L-Record 20194-8
W-L-Record (Conference) 20192-7
S&P+ Offense 201932,5
S&P+ Defense 201931,2
S&P+ Special Teams 20191,4
S&P+ Overall 20192,7
S&P+ Overall 2020 Projection0,7
Strength of Schedule 2019 (nach Sports Reference)1,10
Recruiting Points 2019 (nach 247Sports)183,17
Recruiting 2020 nach eigenem Durchschnitt (nach Banner Society)-6,47
Rückkehrende Offensive Production 202048%
Rückkehrende Defensive Production 202071%
Rückkehrende Gesamt-Production 202059%

2019 war das erste Jahr unter Head Coach Matt Wells für die Texas Tech Red Raiders. Der neue Head Coach konnte in seiner Debütsaison keine Wunder bewirken und einen Turnaround herbeiführen. Für Texas Tech war es daher die vierte Saison nacheinander mit mehr Niederlagen als Siegen. Die letzte Saison mit einer zweistelligen Anzahl an Siegen datiert aus dem Jahr 2008. Head Coach damals: Mike Leach.

Die Red Raiders sind z.B. im Gegensatz zu TCU wesentlich weniger von Konstanz geprägt was die Head Coach Position angeht und das graue Maus Image schadet auch den Bemühungen im Recruiting. Dabei ist das Team im Football-Staat der USA beheimatet. Symbolisch für die 2019er Saison sind zwei Spiele gewesen. Es gab genau ein Quality-Win für die Red Raiders und das gegen das höher bewertete Oklahoma State. Allerdings verlor das Team von Matt Wells gegen Kansas, welches nicht gerade dafür bekannt ist viele Conference-Siege zu feiern.

Die Red Raiders Offense 2020

Jnuior-Quarterback Alan Bowman dürfte der Starter werden. Bowman spielte bereits als Freshman, kam aber auf Grund von Verletzungen auf gerade einmal 11 Starts und wurde 2019 von Jett Duffy ersetzt. Duffy hatte eine durchaus passable Saison, verließ das Programm jedoch.

Passing Table
Passing
Rk Player Cmp Att Pct Yds Y/A AY/A TD Int Rate
1Jett Duffey23936765.128407.78.1185143.6
2Alan Bowman10115465.610206.66.563130.2
Provided by CFB at Sports Reference: View Original Table
Generated 5/13/2020.

Zum großen Glück kehrt einiges an Receiver-Talent nach Lubbock zurück. Insgesamt wiesen in der letzten Saison 12 Spieler der Red Raiders mindestens 10 Catches auf. Von den erfolgreichsten kehren u.a. Erik Ezukanma und T.J. Vasher mit 42 Receptions zurück. Ersterer fing für 664 Yards und 4 Touchdowns und letzterer für 515 Yards und 6 Touchdowns. Xavier White ist der dritte im Bunde, der sich Starter-Hoffnungen machen kann. Er war mit 10 Receptions, 159 Reception-Yards und einem Touchdown deutlich unproduktiver, was aber an einer Verletzung lag.

Der Umbau der O-Line wird eine Herausforderung werden. Diese Unit war eine der erfahrensten im College Football in 2019 und war in Sachen Sack-Rate eine der besten im Lande. Mit dem Verlust der beiden Starting-Tackles und eines Guards wird einiges an Erfahrung ersetzt werden müssen. Sie war auch der Hauptgrund für die gute Performance von Running Back SaRodorick Thompson, der auf 765 Yards und 12 Touchdowns kam. Ob er diese Leistung steigern kann wird man abwarten müssen.

Red Raiders Defense 2020

Grund für die schwache Bilanz war in erster Linie die Defense. Nr. 83 nach S&P+ und Nr. 127 landesweit mit 480,3 kassierten Yards pro Spiel sind zwei ernüchternde Werte. Ihre Anfälligkeit für Big Plays war ihre Achillesferse. Mit Linebacker Jordyn Brooks verlieren die Red Raiders zudem ihren produktivsten Spieler an die NFL. 108 Tackles, davon 20 for Loss und 3 Sacks müssen erstmal ersetzt werden. Adam Beck darf sich Hoffnungen auf diese Position machen. Immerhin: Mit Damarcus Fields und Zech McPhearson kehren ihre beiden erfahrensten Defensive Backs in die Secondary zurück.

Der Red Raiders Ausblick 2020

Dank eines leichten Out-of-Conference-Schedules könnten die Red Raiders mit drei Siegen aus den ersten drei Spielen starten. In der Big 12 dürften sie aber wieder nur eine Nebenrolle spielen. Auswärtsspiele Iowa State, Oklahoma State und TCU sind harte Brocken für Matt Wells‘ Team. Das Total von 5,5 Siegen dürften sie vermutlich nur knapp überspringen. Gibt es keinen Aufschwung in der Defense, könnte aber auch dieses Unterfangen eine Nummer zu groß sein.

Kansas Jayhawks

W-L-Record 20193-9
W-L-Record (Conference) 20191-8
S&P+ Offense 201926,2
S&P+ Defense 201934,8
S&P+ Special Teams 2019-1,2
S&P+ Overall 2019-9,8
S&P+ Overall 2020 Projection-13,0
Strength of Schedule 2019 (nach Sports Reference)3,19
Recruiting Points 2019 (nach 247Sports)178,97
Recruiting 2020 nach eigenem Durchschnitt (nach Banner Society)-5,43
Rückkehrende Offensive Production 202041%
Rückkehrende Defensive Production 202044%
Rückkehrende Gesamt-Production 202042%

Kansas ist eines der Teams bei dem es mir schwer fällt, viele positive Aspekte zu deren College Football Programm zu finden. Aber der Reihe nach: 2019 wurde mit Les Miles ein neuer Head Coach verpflichtet, der die Jayhawks wieder auf die Erfolgsspur bringen sollte. Miles‘ Vita enthält immerhin eine nationale Meisterschaft mit den LSU Tigers und Big 12 Erfahrung mit den Oklahoma State Cowboys. Miles‘ Reputation sollte den Jayhawks einen instant Push geben und aus dem tiefen Tal der Bedeutungslosigkeit führen.

Jahr 1 war allerdings für die Katz. Bereits die ersten beiden Spiele gegen Indiana State (FCS, knapp 27-17 gewonnen) und Coastal Carolina (Sun Belt, 7-12 verloren) deuteten auf eine eher verlorene Saison hin. Da konnte auch der überraschend deutliche Sieg bei Boston College nicht darüber hinweg täuschen.

Nur ein Spiel konnten die Jayhawks in der Conference für sich entscheiden (vs. Texas Tech 37-34) und immerhin Texas an den Rand einer Niederlage bringen, aber das war es auch schon an Highlights. Nach dem Simple Rating System von Sports Reference belegten die Jayhawks Platz Platz 99 von 130 Teams mit einem Wert von -5,73, wobei 0 der Durchschnittswert aller Teams darstellt.

Die Jayhawks Offense 2020

Mit 41% returning Production kehrt auf der offensiven Seite des Balls vergleichsweise wenig Erfahrung nach Lawrence, Kansas zurück. Mit Junior Running Back Pooka Williams ein durchaus fähiger Running Back ins Team zurück. Er erlief in seinen beiden ersten Saison jeweils mehr als 1.000 Yards, erzielte dabei 10 Rushing Touchdowns. Hinzu kommen 4 Receiving Touchdowns bei insgesamt 6,3 Yards from Scrimmage. Das kann sich sehen lassen.

Fehlen wird Offensive Tackle Hakeem Adeniji, der immerhin ins All Big 12 Team gewählt wurde und definitiv einer der besseren O-Liner der Jayhawks in den letzten Jahren war. Auch Starting Quarterback Carter Stanley verließ das Team, so dass man auf der entscheidenden Position mit einem neuen Starter planen muss. Dieser wird vermutlich Ohio-Quarterback Thomas MacVittie werden, ein ehemaliges 3-Sterne Prospect.

MacVittie hat das Glück, dass die beiden besten Receiver der Vorsaison in 2020 zurückkehren. Andrew Parchment fing 65 Pässe für 831 Yards und 7 Touchdowns, während Stephan Robinson 45 Pässe für 727 Yards und 8 Touchdowns fing. Alles in allem rechne ich auch dank der Milesschen-Philosophie mit einer sehr lauflastigen Offense in 2020.

Die Jayhawks Defense 2020

Die Defense der Jayhawks zählte zu den schlechtesten im Lande in der Saison 2019. Nach S&P+ waren die Jayhawks Nr. 106 im Lande, nach kassierten Punkten pro Spiel (36,1) nur Nr. 120. Ein desaströses Bild. Auf viel Erfahrung kann Kansas nicht setzen, denn auch in der Defensive kehrt gerade einmal 44% der letztjährigen Production zurück.

Linebacker Azur Kamara, der für meisten Sacks sorgte, verließ das Team genauso wie Cornerback Hasan Defense, der die meisten Pässe verteidigte. Mit MLB Kyron Johnson kehrt immerhin einer ihrer produktiveren Tackler zurück.

Defensive Tackle Caleb Simpson hatte nicht viel Einsatzzeit in der letzten Saison, aber konnte immerhin 2 Sacks kreieren und wird in der kommenden Saison eine wichtigere Rolle spielen. Generell wird die Kansas Defense um Defensive Coordinator D.J. Elliot auf sehr junge und teils extrem unerfahrene Spieler setzen müssen, was eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr nicht wahrscheinlicher werden lässt.

Der Jayhawks Ausblick 2020

Düster. Ich kann es nicht anders beschreiben. Weder Recruiting noch das aktuelle Talent geben groß Grund zur Hoffnung auf eine besser Saison 2020. Das Vegas-Total liegt bei 3,5 Siegen. Das ist aus meiner Sicht deutlich zu hoch. Siege gegen New Hampshire und bei Coastal Carolina sind möglich, aber dann? Vielleicht gelingt noch ein Coup gegen ein anfälliges Big 12 Teams (Hallo Texas!), aber ansonsten dürften die Jayhawks der Fußabtreter der Big 12 bleiben.

Peter ist College Football Fan mit Leib und Seele. Neben den Oklahoma Sooners und der Big 12 verfolgt er alle anderen Conferences regelmäßig und interessiert sich für alle möglichen Details der Nachwuchsliga. Insbesondere das Recruiting von High School Spielern, den NFL-Stars von morgen, beobachtet er intensiv.